Zürich. Im Zuge des Fifa-Korruptionsskandals hat die Schweizer Bundesanwaltschaft bisher insgesamt 25 Strafverfahren eingeleitet. Das gab die Behörde am Freitag bekannt. Zugleich wurde die erste Verurteilung seit dem Beginn der Ermittlungen im Jahr 2014 vermeldet.

Im September 2015 hatte die Behörde bereits ein Strafverfahren gegen den früheren Präsidenten Joseph Blatter wegen des Verdachts der ungetreuen Geschäftsbesorgung eröffnet. Ermittlungen wurden auch gegen Franz Beckenbauer, die ehemaligen DFB-Präsidenten Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach, den ehemaligen DFB-Generalsekretär Horst R. Schmidt und Fedor Radmann geführt. Die erste Verurteilung erfolgte mittels Strafbefehl "im Rahmen eines zwischen der Schweiz und den USA zeitlich koordinierten Verfahrensabschlusses". Der ehemalige Schweizer Banker wurde wegen Urkundenfälschung und Verstoßes gegen die Meldepflicht verurteilt, er hat "verbrecherisch erlangte Zahlungen in Höhe von 650.000 Dollar" erhalten, heißt es.

Am Donnerstag hatte sich zudem der frühere Bankmanager Jorge Arzuaga vor einem Gericht in Brooklyn schuldig bekannt, über ein System von schwarzen Konten aktiv an Betrug und Bestechung beteiligt gewesen zu sein. Arzuaga hatte in Zürich bis zum Jahr 2015 für zwei Bankhäuser gearbeitet. Er gab zu, in ein kriminelles System der Geldwäsche verwickelt gewesen zu sein und Bestechungsgelder an einflussreiche Funktionäre verteilt zu haben - und zwar von 2010 bis 2015 in Höhe von insgesamt 25 Millionen Dollar.