Valencia. (art/apa) Viele Fahrer kämpfen um die WM - und am Ende gewinnt Marc Márquez. So oder so ähnlich könnte man die Karriere von Márquez in der höchsten Kategorie des Straßenmotorrad-Sports umreißen. Denn seit seinem 2013 erfolgten MotoGP-Einstieg endete nur eine Saison nicht mit einem Triumph des Spaniers. Am Sonntag holte sich der 24-Jährige mit dem dritten Platz in Valencia - hinter seinem Honda-Teamkollegen Dani Pedrosa und Yamaha-Fahrer Johann Zarco - schon seinen vierten Titel in der Königsklasse.

"Ein fantastisches Gefühl nach dieser sehr harten Saison mit vielen Höhen und Tiefen", betonte Márquez. In Summe ist es sogar schon die sechste WM-Krone für den Katalanen, der auch in der 125er- und Moto2-Klasse Champion war. Seit dem ersten WM-Triumph 2010 in der kleinsten WM-Kategorie blieb er in seiner Bilderbuch-Karriere nur in seiner ersten Moto2-Saison (2011) und zuletzt 2015 in der MotoGP ohne Titel. Damit ist Márquez nicht nur der jüngste Motorrad-Pilot mit sechs WM-Titeln, sondern auch der jüngste Vierfach-Champ der höchsten Kategorie in der 69-jährigen Geschichte der Straßen-WM. Schon 102-mal stand der Mann mit der Startnummer 93 seit seinem GP-Debüt als 15-Jähriger im Jahr 2008 auf dem Stockerl, wobei er sich 61-mal als Sieger feiern lassen durfte. Dafür, dass er insgesamt erst 168 Rennen bestritten hat, sind auch dies historische Leistungen.

In einer der spannendsten Saisonen seit langem, in der es zunächst den Anschein hatte, eine Handvoll Fahrer würde um den Titel kämpfen und Andrea Dovizioso bis zuletzt Chancen hatte, hielt Márquez die Konkurrenz im Endeffekt doch deutlich auf Distanz: Dovizioso fehlten zum Schluss 37 Punkte, Maverick Viñales gar 68. Der italienische Altstar Valentino Rossi muss sich mit Platz sechs im Endklassement begnügen.