Wiener Neustadt/Wien. (art) Aufgehoben ist nicht aufgeschoben: Denn eigentlich hätte Eva Voraberger schon im Herbst um den WBC-Titel im Bantamgewicht kämpfen sollen, ein im Training erlittener Nasenbeinbruch machte der Steirerin aber einen Strich durch die Rechnung. Am Samstagabend aber ist es so weit, Voraberger gegen Nina Radovanovic lautet der Hauptkampf der auch sonst hochkarätig besetzten Box-Gala in Wiener Neustadt.

Für die fünffache Weltmeisterin und Siebente der Weltrangliste geht es dabei nicht nur um ihren nächsten Gürtel, sondern auch um Revanche an der Serbin, gegen die sie vor rund zwei Jahren nach Punkten verloren hat. Sie habe sich aber seitdem weiterentwickelt, betonte Voraberger im Vorfeld des Kampfes, zudem habe man die Niederlage "vorwärts und rückwärts analysiert", um daraus zu lernen, berichtete Trainer Dominik Junge auf dem Lokalsender WNTV. Die Taktik wird freilich nicht ausgeplaudert, siegessicher ist Voraberger, die zuletzt im vergangenen Juli den WBC-Silber-Titel im Super-Fliegengewicht geholt hat und jetzt eine Gewichtsklasse darüber antritt, dennoch. Gelingt der Coup, locken eine lukrative Titelverteidigung sowie möglicherweise ein Titel-Vereinigungskampf - das Fernziel der Steirerin.

Die Box-Nacht in Wiener Neustadt ist allerdings nicht die einzige Kampfveranstaltung in Österreich an diesem Samstag. In Wien kommt es in der Albert-Schultzhalle im Rahmen der Bounce Night Vienna am selben Tag zum Comeback von Marcos Nader. Der ehemalige EU-Meister im Mittelgewicht bekommt es in seinem ersten Profi-Kampf nach dem Verpassen der Olympia-Qualifikation mit dem Serben Darko Knezevic zu tun; ORF Sport+ berichtet von beiden Veranstaltungen.