New York. Die Hitze ist am zweiten Tag der 50. US Open in New York für fast jeden Spieler der größte Gegner gewesen. Mit einer eigens am gleichen Tag eingeführten Hitzeregel ermöglichte man nun auch den Herren, nach dem dritten Satz eine zehnminütige Pause zu machen. Die Topstars sind allerdings gut über ihre Gegner und die extrem schwülen Bedingungen hinweg gekommen.

Insgesamt sechs Spieler mussten am schwülen Erstrundentag aufgeben, allesamt Herren. Und auch Superstar Roger Federer musste in der Night Session im Arthur Ashe Stadium mehr schwitzen als sonst üblich. Das lag weniger am Japaner Yoshihito Yoshioka, den Federer 6:2,6:2,6:4 besiegte, als auch an der immer noch hohen Luftfeuchtigkeit.

Alle Erstrundenspiele gewonnen

Bei seinen 18. US Open hat Federer damit auch den 18. Erstrundensieg gefeiert. "Ich bin sehr glücklich, gesund wieder in New York zu sein." Zum schwülen Wetter meinte der routinierte Eidgenosse, dass es doch sehr schwierig sei, damit umzugehen. "Es ist besonders schwer für uns Europäer, wir bekommen nicht diese Art von Feuchtigkeit, wir müssen uns auf der Tour daran gewöhnen", meinte die Nummer zwei des Turniers und fügt hinzu. "Der Puls kommt nie runter, man schwitzt so viel. Man ist froh, wenn man einen Tag wie diesen übersteht."

Kurioserweise gibt es bei den US Open keine permanente Hitzeregel für die Herren, so wurde am Dienstag einfach eine kreiert. Es gibt nicht einmal eine für alle Grand-Slam-Turniere gültige. Der internationale Tennisverband (ITF) hat darüber keine Hoheit, jedes Grand-Slam-Turnier entscheide für sich, hieß es dazu von der USTA, dem US-Tennisverband. Einer, der offensichtlich von der provisorischen Zehn-Minuten-Pause profitiert hat, war der ohnehin hitzeanfällige Novak Djokovic bei seinem 6:3,3:6,6:4,6:0-Sieg über den Ungarn Marton Fucsovics. Der sichtlich von der Hitze gezeichnete serbische Co-Favorit genoss die zehnminütige Auszeit nach Satz drei.

"Wir waren im Überlebensmodus"

"Wir hatten alle Probleme, da waren wir im Überlebensmodus." Bei 2:4 im dritten habe er "gebetet", dass er sich bald besser fühle, so der "Djoker". Erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier ist es nun bei den Herren zu einer zehnminütigen Pause gekommen. "Danke an die US Open, wir haben sie beide gebraucht", erzählte Djokovic. Da es aber nicht gestattet ist, in der Pause mit Coaches oder Betreuern zu reden, habe man sich mit kleinen Gesten verständigt.