• vom 14.01.2019, 16:14 Uhr

Mehr Sport


Tennis

"Bei Grand Slams spiele ich immer gut"




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Australian Open: Dominic Thiem geht trotz schwacher Vorbereitung optimistisch ins Erstrundenduell gegen Benoît Paire am Dienstag.

Melbourne. Drei Niederlagen bei einer bedeutungslosen Exhibition in Abu Dhabi und ein Erstrunden-Aus in Doha: Der Saisonstart ist für Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem nicht nach Wunsch verlaufen. Doch der als Nummer sieben gesetzte Niederösterreicher lässt sich davon vor seinem ersten Einsatz bei den Australian Open in Melbourne nicht aus der Bahn werfen.

Thiem trifft am Dienstag im zweiten Match nach 9 Uhr MEZ (live ServusTV) in der Night Session der Margaret-Court-Arena auf den Franzosen Benoît Paire. In diesem Match geht es für ihn erstmals seit dem Daviscup in Graz im vergangenen September wieder auf drei Gewinnsätze, Thiem hat also auch länger Zeit, sich auf die Gegebenheiten einzustellen. Zudem baut der French-Open-Finalist des Vorjahres, der bei den vergangenen US Open auch ein denkwürdiges Viertelfinale gegen Rafael Nadal gespielt und erst mit 6:7 im fünften Satz verloren hat, auf seine Steigerungsfähigkeit bei Major-Turnieren. "Das einzige Match, was gezählt hat, war eigentlich in Doha. Das war jetzt nicht so gut, aus welchen Gründen auch immer", resümierte Thiem. Abu Dhabi zähle er nicht wirklich. Thiem sah aber auch Vorteile des frühen Aus in Katar. "Dafür bin ich seit über einer Woche in Australien und habe mich gut akklimatisiert. Der schlechte Saisonstart hat keine großartigen Auswirkungen auf das Turnier", glaubt der Weltranglisten-Achte.


Zudem ist ein Major eben auch etwas ganz anderes für den Lichtenwörther. "Normal weiß ich, dass ich bei den meisten Grand Slams in letzter Zeit immer gut gespielt habe. Das gibt mir schon eine gewisse Sicherheit. Deshalb freue ich mich auf das Turnier, und das Best-of-Five-Format taugt mir. Ich bin gespannt auf das erste Match. Wenn ich da gut drüber komme, was ich nicht leicht wird gegen Paire, dann werde ich mich besser fühlen."

Die Berichte über eine Erkrankung auf Teneriffa beziehungsweise auch noch in Australien tat er lächelnd ab. "Ich bin eh die ganze Zeit krank", scherzte er und fügte ernst hinzu. "Nein, ich war auf Teneriffa zwei, drei Tage ein bisserl angeschlagen, aber das ist jetzt ausgestanden und sollte kein großartiges Problem mehr sein." Grundsätzlich startet Thiem mit gutem Selbstvertrauen in sein 21. Major-Turnier in Folge. Bis auf Wimbledon im Vorjahr habe er bei den vergangenen zehn Grand Slams gut agiert. Allerdings habe er in den vergangenen Jahren schon einen etwas besseren Saisonstart vor Melbourne gehabt. "Trotzdem ist es besser als letztes Jahr, weil ich da komplett bedient und krank hergekommen bin. Da fühle mich eigentlich besser."

Thiem kennt wie immer die Auslosung auswendig, weiß auch, dass er in einem eventuellen Viertelfinale auf Alexander Zverev (D-4) treffen könnte. "Sicher weiß ich es. Wenn man sieht, wie er und ich in Australien gespielt haben, wären wir beide glücklich, wenn wir das Match gegeneinander zusammenbringen würden, aber bis dahin ist es weit - und bis dahin kann bei beiden vieles passieren."

Nadal souverän, Murray out
Am ersten Tag der Australian Open gaben sich die Favoriten indes keine Blöße: Nadal hat am Montag in seinem ersten Match seit vier Monaten die erste Hürde souverän genommen. Trotz langer Verletzungspause setzte sich der Spanier gegen Lokalmatador James Duckworth ohne Satzverlust mit 6:4, 6:3, 7:5 durch.

Schon am ersten Tag musste sich aber auch ein Top-Ten-Spieler verabschieden: John Isner unterlag seinem Landsmann Reilly Opelka nicht nur größenmäßig: Der 21-jährige Weltranglisten-97. ist einer der wenigen, der Isner (2,08 Meter) mit seinen 2,11 noch überragt. Opelka gewann das Giganten-Duell mit einem typischen Aufschläger-Ergebnis: 7:6 (4), 7:6 (6), 6:7 (4), 7:6 (5).

Ausgeschieden ist auch Andy Murray, der als großer Außenseiter ins Duell gegen den Spanier Roberto Bautista Agut gegangen war: Er bot nach seinen Rücktrittbekundungen bei seinem wohl letzten Auftritt "down under" einen über vierstündigen Fight und verlor erst in fünf Sätzen: 4:6, 4:6, 7:6, 7:6, 2:6.




Schlagwörter

Tennis, Dominic Thiem

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2019
Dokument erstellt am 2019-01-14 16:26:24



Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Hirscher führt ÖSV-Dreifachsieg an
  2. Kaltstart in den Europacup
  3. Schlierenzauer nicht für WM nominiert
  4. "Wir konnten es nicht glauben"
  5. Rapid schlägt Harterg
Meistkommentiert
  1. Rapid-Fans legen Beschwerde ein
  2. Marcel Hirscher ist krank
  3. ÖSV-Damen ohne Medaille
  4. Rückschlag für ÖSV-Team im Willingen

Werbung




Werbung