Salzburg. Debütant Jurij Rodionov eröffnet am Freitag (15 Uhr/ORF-Sport+) in Salzburg den Daviscup-Länderkampf Österreich gegen Chile im Auftakt-Einzel gegen Nicolas Jarry. Im Anschluss trifft Dennis Novak auf Christian Garin. Dies ergab die am Donnerstagvormittag auf dem Flughafen Salzburg vorgenommene Auslosung für das erste Weltgruppen-Treffen Österreichs seit sechs Jahren. ÖTV-Kapitän Stefan Koubek hatte sich nach der Absage von Dominic Thiem auf Rodionov als zweiten Einzelspieler festgelegt. Im Doppel vertreten Oliver Marach und Jürgen Melzer die Gastgeber, sie treffen am Samstag (13Uhr) auf das Duo Hans Podlipinik/Julio Peralta. Gespielt wird seit 2019 auch in der Weltgruppe im Best-of-Three-Modus und nur noch an zwei Tagen.

Der Sieger der Begegnung ist für das neu geschaffene Finalturnier mit 18 Nationen (sechs Dreiergruppen) vom 18. bis 24. November in Madrid qualifiziert.

"Will mein Land stolz machen"

Der 19-jährige Rodionov, Sohn weißrussischer Eltern, in Nürnberg geboren, aber seit seiner frühen Kindheit in Österreich lebend, freut sich schon sehr auf sein Debüt. "Natürlich ist es überwältigend. Als 19-Jähriger das erste Mal Daviscup spielen zu dürfen, ist eine Ehre, das können nicht viele sagen", meinte Rodionov. "Das Einzige, was ich jetzt machen kann, ist auf den Platz zu gehen, 110 Prozent zu geben und mein Land stolz zu machen", versprach der Teenager.

Die Tatsache, dass das Debüt nun sogar in der Weltgruppe erfolgt, worauf viele Spieler ihr Leben lang warten müssen, begeistert den Youngster noch mehr: "Das macht es nur noch etwas süßer." Die Bedingungen in der rund 4500 Zuschauer fassenden und ausverkauften Salzburg-Arena taugen Rodionov. "Die Halle ist phänomenal. Ich denke, wenn sie voll sein wird, kann es ein echter Hexenkessel werden. Ich habe garantiert Gänsehaut."

Gegen seine Gegner Jarry sowie Garin (am Samstag) hat er noch nie gespielt (wie übrigens auch Novak nicht). "Ich werde sie noch ein bisschen anschauen. Stefan Koubek und auch Jürgen Melzer werden mir einige Tipps geben."