Buenos Aires. Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem spielt am Samstag um sein drittes Endspiel beim dritten Antreten in Buenos Aires. Der topgesetzte Titelverteidiger bezwang am späten Freitagabend (Ortszeit) im Halbfinale des ATP-250-Turniers den kampfstarken Uruguayer Pablo Cuevas (ATP-78.) nach 1:50 Stunden und Startschwierigkeiten mit 4:6,6:4,6:3. Sein Gegner wurde erst im Anschluss ermittelt.

Österreichs elffacher Turniersieger, der in Buenos Aires das Dutzend vollmachen könnte, trifft nun am Samstag (nicht vor 19.45 Uhr MEZ) auf seinen Doppelpartner Diego Schwartzman. Der als Nummer vier gesetzte Argentinier besiegte im Viertelfinale den Spanier Albert Ramos-Vinolas. Da Thiem mit Schwartzman auf der Tour im Doppel-Halbfinale steht, müsste er zunächst im Einzel gegen und im Anschluss im Doppel mit seinem guten Freund auf den Court.

Thiem legt Fehlstart hin

Im zweiten Einzel-Match nach seiner vierwöchigen Auszeit wurde Thiem wie erwartet vom Sandplatz-Spezialisten Cuevas gefordert und der Lichtenwörther erwischte zunächst auch einen Fehlstart. Schon im dritten Game musste Thiem seinen Aufschlag zum 1:2 abgeben. Ein Rückstand, den er nicht mehr aufholen konnte, denn Cuevas blieb in der Folge bei seinem Service ungefährdet. Thiem fand keine einzige Rebreakchance vor und musste nach 33 Minuten den 0:1-Satzrückstand zur Kenntnis nehmen.

Im zweiten Durchgang startete Thiem besser und nach einem frühen Break zum 2:0 führte er elf Minuten nach dem Satzverlust rasch mit 3:0. Bei 4:2 wurde es allerdings noch einmal kritisch für den French-Open-Finalisten des Vorjahres, als er bei 0:40 zunächst drei und dann einen weiteren Breakball abwehren musste, ehe er auf 5:2 stellte. Thiem musste dann zum 4:5 trotzdem sein Service abgeben, schaffte aber mit dem ersten Break- und Satzball doch das 6:4.

Weiße Weste in Buenos Aires

Thiem nahm den Schwung vom Satzausgleich gut mit: Zu Null und mit einem Ass schloss er das Auftaktgame ab und nahm dem Uruguayer wie in Satz zwei sofort den Aufschlag ab. Nach 85 Minuten war Thiem damit endgültig auf der Siegerstraße gegen den acht Jahre älteren Cuevas. Diesmal ließ er nichts mehr anbrennen und bei seinem Service auch keinen einzigen Breakball mehr zu. Nach seinem verwerteten zweiten Matchball ballte Thiem die Faust und freute sich im fünften Aufeinandertreffen mit Cuevas über den dritten Sieg.

Thiem, der vor 2018 bei seinem ersten Antreten 2016 das Event ebenfalls gewonnen hatte, hat damit seine weiße Weste in Buenos Aires weiter behalten und hält nun bereits bei 11:0-Siegen.

Thiem und Cuevas waren übrigens mit Verspätung auf den Platz gekommen, weil das Viertelfinale zwischen Guido Pella (ARG) und Jaume Munar (ESP) erst nach 3:05 Stunden vorbei gewesen war. Pella setzte sich nach Abwehr von insgesamt vier Matchbällen noch durch.