• vom 12.08.2004, 00:00 Uhr

Mehr Sport

Update: 30.03.2005, 14:40 Uhr

Taekwondo: Nevena Lukic glaubt an ihre Chance

Eine Olympiamedaille soll Gold bei der EM folgen




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Den Europameister-Titel hat sie schon, nun geht Nevena Lukic auf olympisches Edelmetall los. Für die zierliche Taekwondo-Kämpferin sind die Sommerspiele der vorläufige Karriere-Höhepunkt.

Mit ihrem Trainer Mustafa Atalar hat sie für Athen im Trainingszentrum in Innsbruck die EM-Vorbereitung kopiert. "Ich mache alles genauso wie damals, nur ein bisschen mehr", sagt die serbisch-stämmige Tirolerin. Durch Filme mit Jackie Chan und Bruce Lee ist sie als Zwölfjährige auf den Geschmack gekommen, nun zählt sie in der 49-kg-Klasse zu den Medaillen-Anwärterinnen: "Die EM gibt mir viel Motivation, ich weiß, dass ich gut bin."


Für die HSZ-Angehörige Lukic, die ihren Dienstgeber 2002 mit dem Militär-WM-Titel erfreut hatte, ist der 26. August der wichtigste Tag des Jahres. Erst vier Tage vorher, kurz nach ihrem 23. Geburtstag am 16. August fliegt sie nach Athen, nützt bis dahin die besseren Trainingsbedingungen in der Heimat. Am Tag X müssen freilich viele Faktoren zusammenspielen. "Es kommt auf so Vieles an, ich kann auch den ersten Kampf verlieren, aber realistisch gesehen ist ein Medaille drin", sagt Lukic, ohne sich selbst unter großen Druck zu setzen. Denn die Hobby-Köchin kann sich auch die Spiele in Peking 2008 bzw. 2012 durchaus noch als Aktive vorstellen.

In der Sportart, in der Punkte für Treffer mit Fäusten und Füßen gegen den geschützten Kopf und Rumpf vergeben werden, ist auch Aggressivität unbedingt nötig. "Aber man muss eher voll konzentriert als aggressiv sein, muss gescheit angreifen", sagt Lukic über ihren 2000 Jahre alten, aus Südkorea stammenden Sport.

Bundestrainer Atalar hat ihr Talent schon früh erkannt. "Jetzt zählt Nevena technisch und taktisch zu den Besten der Welt."

Viel vorgenommen hat sich auch Tuncay Caliskan (-63 kg), wenngleich der gebürtige Türke, der in Sydney mit Platz vier knapp an einer Medaille vorbei geschrammt ist, den Spielen in Athen gelassener entgegen blickt: "Ich gehe das Ganze lockerer an als noch vor vier Jahren. Man kann nichts erzwingen!"



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2004-08-12 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-03-30 14:40:00

Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Bayern beendet Sieglos-Serie
  2. Mia san mia
  3. Er will mehr, er will mehr
  4. Hamilton in Austin gleich im ersten Training voran
  5. Salzburg jagt den nächsten Rekord
Meistkommentiert
  1. Hamilton fast am Ziel
  2. Rummenigge und Hoeneß in Rage
  3. Mia san mia

Werbung




Werbung