• vom 18.09.2003, 00:00 Uhr

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Update: 07.04.2005, 12:22 Uhr

Handball: Hypo Niederösterreich will heuer in der ungarischen Meisterschaft zum Titel ausholen

Auf neuen Pfaden zu alten Erfolgen




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  • Hypo Niederösterreich, Österreichs erfolgreichster Handball-Klub der Gegenwart, bestreitet in dieser Saison neue Wege. Und will sich damit zu alten Erfolgen aufmachen.

Die Pfade, auf die Hypo-Manager Gunnar Prokop seine Schützlinge heuer schickt, sind im wahrsten Sinne des Wortes steining: Bei Klettertouren und Bergläufen wurden in der Vorbereitung nicht nur Kondition und Kraft, sondern auch die mehr oder minder zarten Beine der Damen wund geschunden, Blut und Tränen vergossen.


Überlebenstraining in den Bergen, auf dass die Spielerinnen bestens gerüstet in Gunnars "Folterkammer" in die Südstadt kommen. Das Motto: Wenn man sich schon Umfaller leistet, muss man auch wieder aufstehen. Ob im Training oder im Match. Denn nach den Abgängen der Stars Tanja Logvin - sie verschwand in einer Nacht- und Nebelaktion aus dem Trainingslager am Faaker See und wurde tags darauf als Neuzugang in Laibach präsentiert - und Tarculovska setzt Prokop nicht mehr wie bisher auf die spielerischen Qualitäten von Individualisten, sondern auf Kampfgeist und ein starkes Kollektiv.

Ein Konzept, das in den bisher absolvierten Saisonspielen in der ungarischen Meisterschaft gut funktioniert hat. "Sowohl gegen Spartacus als auch gegen Köbanayi war die erste Hälfte extrem schlecht. Mit tadellosen kämpferischen Leistungen haben wir beide Partien aber noch umgedreht und gewonnen. Genau solche Spiele brauchen wir auch!"

Schlagerspiel in der Südstadt

War man in der Vergangenheit, als man noch den Grunddurchgang in der österreichischen Meisterschaft bestritt - heuer greift man erst in den Play Offs ins Geschehen ein -, hierzulande allein auf weiter Flur und selten bis nie wirklich gefordert, kann man sich in Ungarn über mangelnde Konkurrenz nicht beklagen.

"Wir können in dieser Liga auswärts auch gut und gerne fünf Mal verlieren. Daran werden wir reifen", glaubt Prokop. "Wir haben fast jede Woche einen starken internationalen Gegner." Der zumindest der Papierform nach stärkste davon befindet sich praktisch schon auf der Anreise: Morgen empfängt Hypo nämlich Erzrivalen Ferencvaros Budapest zum Schlagabtausch in der Südstadt (20.15 Uhr/live in TW1). "Das könnte locker ein Champions League-Finale sein!", rührt Prokop die Werbetrommel für die Partie, bei der die heimischen Fans auch zum ersten Mal die Gelegenheit bekommen werden, den Neuzugängen ihrer Mannschaft auf Beine und Arme zu schauen.

Trau keiner über 30

Neben der WM-All Star Spielerin (1999) Dora Löwy, die morgen gegen ihren Ex-Klub besonders motiviert sein wird, werden sich auch die Litauerin Sonata Vijunaite (Prokop: "Ein echtes Viech") und die Südkoreanerin Chung Hee Park erstmals vor eigenem Publikum im Hypo-Dress präsentieren. Und dieses will mit Würde getragen werden, wie Prokop fordert.

Schließlich gilt auch für die jüngste Hypo-Truppe aller Zeiten - keine Spielerin ist älter als 30 - die alte Forderung des Managers: "Ich will, dass wir die beste Mannschaft Europas werden!"



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2003-09-18 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 12:22:00

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