• vom 02.08.2001, 00:00 Uhr

Mehr Sport

Update: 07.04.2005, 12:54 Uhr

Doppler/Maderböck stark, Berger/Stamm spielen heute

Keine Routine, nicht am Sand




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief




Von Tamara Slavik

  • Viel hat nicht gefehlt, und ein junges, österreichisches Team hätte gleich am ersten Tag der A1-Beach-Volleyball-WM 2001 presented by Nokia für die erste große Sensation gesorgt.

Doch auch wenn es sich zum Schluss um Haaresbreite nicht ausgegangen ist, Doppler/Maderböck sich den Olympia-Dritten Ahmann/Hager aus Deutschland mit 11:15 im dritten Satz geschlagen geben mussten und so weiter um den Aufstieg zittern müssen, sorgte die rot-weiß-rote Paarung für Furore und einen (Sand-)Sturm der Begeisterung unter den etwa 6.000 frenetischen Zuschauern in der Klagenfurter Strandbad-Arena.


"Im ersten Satz haben wir nervös begonnen, man weiß ja nie, ob man gegen solche Klasseleute nicht gleich eine am Deckel kriegt, im zweiten sind wir dann immer sichrerer geworden und haben wirklich toll gespielt", freute sich Maderböck trotz der vergebenen Chance über die hervorragende Leistung. Warum es dann doch nicht zum großen Schlag gereicht hat, ist schnell erklärt: "Wir waren dann schon etwas nervös", bekannte Maderböck. "Uns fehlt eben noch die Routine." Was bleibt, ist die Erkenntnis, daß auch die "Großen" der Beach-Volleyball-Szene nur mit Wasser kochen, daß man mit einer Leistung wie der gestrigen sowie der Unterstützung des begeisterungsfähigen Klagenfurter Publikums jederzeit höher eingestufte Gegner ärgern kann. Das haben sich die beiden auch für heute vorgenommen, wenn das zweite Gruppenspiel gegen das russische Duo Ermishin/Kouchnerev am Programm steht. "Es wird sicher schwer gegen sie, schon allein, weil sie sehr groß und damit irrsinnig stark am Block sind", glaubt der 25-Jährige Maderböck, der ständig unter Beschuss der Deutschen gestanden ist, in der Hitzeschlacht aber zumeist kühlen Kopf bewahren konnte und eines der besten Spiele seiner Karriere abgeliefert hat.

Heute Berger/Stamm

Was kann man dann erst erwarten, wenn heute Österreichs Parade-Baggerer Oliver Stamm und Nik Berger die Arena betreten werden? Immerhin ist es der letzte große Auftritt von Stamm bei einem internationalen Großereignis vor eigenem Publikum. Der 2 m-Hüne wollte seine Laufbahn bereits vergangenes Jahr nach den Olympischen Spielen beenden, als Klagenfurt den Zuschlag für die WM bekam, revidierte der mittlerweile 35-Jährige seine Meinung. "Es ist das Schönste, ein Großereignis zu Hause zu spielen. Ich will mich mit einer guten Leistung verabschieden", so der Wiener. Dass die Leistung auch mit einer Medaille gekrönt werden kann, hält er in Anbetracht der Dichte an Spitzenleuten, die Kärnten die Ehre geben, für unwahrscheinlich. Realistisch, meint Stamm, sei ein Platz unter den ersten Zehn. Dafür muss erst einmal die Vorrunde überstanden werden, in der man es heute mit den Schweizern Heyer/Egger und den Puertoricanern Gil/de Jesus zu tun bekommt.

Guter Start für Swoboda/Mellitzer

Während die beste Österreicherin, Sara Montagnolli, mit Neo-Partnerin Kerstin Pichler das erste Match gegen Skrivan/Gintzburger (Sz) 0:2 verlor, starteten Swoboda/Mellitzer mit einem 2:0-Sieg über die Kanadierinnen Boileau/Morin in die Heim-WM. Mehr Probleme mit den Gegnerinnen, die eine Lehrstunde der heimischen Beach-Girls erhielten, bereitete dabei die Hitze am Center Court: "Schon der Seitenwechsel", meinte Christine Mellitzer danach erschöpft, "war eine Qual." Doch die Tatsache, dass man mit diesem Sieg eine Runde weiter ist, sollte Aufmunterung sein.



Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2001-08-02 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 12:54:00


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. "Eine Sternstunde für Österreichs Fußball"
  2. "A guade Partie"
  3. Der stille Kampf
  4. Am Ende jubeln wieder nicht die Deutschen
  5. Was von der Premiere übrig bleibt
Meistkommentiert
  1. Beginn mit einem Remis
  2. Federer ließ Thiem keine Chance

Werbung




Werbung