• vom 28.11.2006, 17:48 Uhr

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Wenn die Schmerzen ständiger Begleiter sind




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Von Tamara Slavik

  • Martin Abadir trifft trotz Zerrung.
  • Handball-Meister-Titel ist das Ziel.
  • Wien. Als Martin Abadir im Jahr 2001 das Margareten-Trikot, kurz danach zum ersten Mal jenes des österreichischen Teams überstreifte, sagten Experten dem 20-Jährigen, der als Inbegriff der "jungen Wilden" aus Margareten galt, eine große Karriere voraus.





Heuer, fünf Jahre und zwei Kreuzbandrisse später, gilt Abadir als einer der besten österreichischen Rückraum-Spieler und ist vom "jungen Wilden" aus Margareten längst zur tragenden Figur der Fivers avanciert.


Auf den ersten Titel muss er aber ebenso noch warten wie auf eine Qualifikation für ein Großereignis mit dem Nationalteam. Und auf ein Spielen ohne Schmerzmittel wartet er auch schon länger. Eine Bauchmuskelzerrung lässt daran zur Zeit ebensowenig denken wie an ein intensives Training.

"Die Schmerzen sind schon seit mehr als einem halben Jahr da", erzählt Abadir. Die Ursachen kenne niemand, nun wurde auch eine Flüssigkeitsansammlung im Blinddarm-Bereich festgestellt. Pause hat sich der 25-Jährige aber nur bei einem Spiel gegönnt, mangels Alternativen spielt er trotzdem. Und er trifft. 86 Mal, weitaus öfter als jeder seiner Klubkollegen, hat er das in dieser Saison schon getan. "Nach dem Aufwärmen geht´s. Ich kann 100 Prozent abrufen", glaubt Abadir, für den Besuche bei Osteopathen, Chiropraktikern und Ärzten längst ebenso Gewohnheit sind wie Essen und Schlafen.

Wirklich beunruhigend findet er die Situation nicht. "Es ist zumindest nicht schlimmer geworden." Außer einmal, als er es ohne Schmerzmittel versucht hat und in Folge die Teamzusammenkunft auslassen musste. Ob er an der EM-Qualifikation im Jänner teilnehmen kann, weiß er noch nicht. Vorrangiges Ziel ist aber ohnehin der Meistertitel mit den Fivers, die am Samstag Schwaz empfangen. "Heuer wollen wir Bregenz mehr als ärgern", sagt Abadir. Und dabei sind die Gedanken an die Zerrung auf einmal ganz weit weg.



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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2006-11-28 17:48:23
Letzte Änderung am 2006-11-28 17:48:00

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