Benjamin Stanzl (v.) verdient mit Hockey Geld, zum Leben reicht es nicht. Foto: Hagenpress
Benjamin Stanzl (v.) verdient mit Hockey Geld, zum Leben reicht es nicht. Foto: Hagenpress

Denn während Messi schon längst ausgesorgt hat, kann Stanzl als eine der größten Hoffnungen in seinem Sport nicht von dessen Ausübung leben. Dabei ist er in Österreichs Team, das ab Dienstag die Hallen-WM in Posen bestreitet, einer von drei Legionären. Seit 2007 spielt er beim HTHC Hamburg, seine Leistung bei der letzten Hallen-WM in Wien, als Österreich auf Rang sechs landete, gab den Ausschlag für den Wechsel. In Deutschland, in der besten Hallenhockey-Liga der Welt, verdient er mit dem Sport zwar Geld, mehr als ein Zubrot schaut dabei aber nicht heraus.

Der Zeitaufwand ist trotzdem beträchtlich, unter der Woche wird mehrmals trainiert, am Wochenende stehen Spiele mit teils langen Anreisen auf dem Programm. "Vielleicht ist das das Gute am Hockey. Wir sind alle mit dem Herzen dabei, ich sehe es als Vorteil", sagt Stanzl im Gespräch mit der "Wiener Zeitung". Profis gibt es auch in Deutschland kaum, einzig in der niederländischen Feldhockey-Liga lässt sich als Profisportler Geld verdienen.

Auch Stanzl liebäugelt mit einem Wechsel in die Niederlande. "Ich könnte es mir vorstellen. Es ist aber nicht so einfach, auch wegen dem Beruf", erzählt Stanzl. Der Wechsel nach Deutschland war möglich, da ihm sein Verein eine Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann ermöglichte. Aktuell absolviert er in Wien seinen Grundwehrdienst, was ihm eine optimale WM-Vorbereitung mit seinen Kollegen vom Nationalteam ermöglichte. Das erhöht auch Österreichs WM-Chancen, Stanzl gilt als größtes österreichisches Hockey-Talent seit Jahrzehnten. Das hat ihm auch den Beinamen Messi des Hockey-Sports eingebracht. Solche Vergleiche nimmt Stanzl mit einem Lächeln zur Kenntnis. So wie es wohl auch Lionel Messi tun würde, wäre er der Hockey-Spieler.