• vom 05.11.2002, 00:00 Uhr

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Update: 07.04.2005, 12:33 Uhr

ÖFB-Teamkapitän wird gegen Norwegen mit der Rückennummer 100 sein Jubiläum feiern

FIFA macht Ausnahme bei Herzog




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Von Alexander Strecha

  • ÖFB-Teamkapitän Andreas Herzog trägt am 20. November im Hanappi-Stadion gegen Norwegen zum 100. Mal das österreichische Trikot, ausnahmsweise nach Bewilligung der FIFA mit der Rückennummer 100! Zudem wird Peter Schöttel vom Fußball-Bund offiziell in den Ruhestand geschickt.

Ehre, wem Ehre gebührt. Eishockey-Legende trug seine Karriere lang die Nummer 99, Herzog setzt noch eine drauf und spielt als erster Kicker der Welt mit einer dreistelligen Nummer. ÖFB-Generalsekretär Alfred Ludwig ließ seine Kontakte spielen und machte es möglich. Den November-Termin nach der EM-Qualifikation begründet Ludwig mit dem gedrängten Terminkalender im Februar, wenn die Klubs ihre Trainingslager abhalten und es immer wieder Abstellungsprobleme gab. Daher hat man dieses Länderspiel vorgezogen und wird nach einem positiven Abschlusses des Jahres 2002 trachten.


"Realistisch gesehen hätten wir das Happelstadion nicht voll bekommen, daher sind wir ins Hanappistadion gegangen", freut sich Ludwig, dass Herzog in "seinem" Stadion den 100er feiert. Da Herzogs Rückennummer über Jahre hinaus die "10" war, kostet jede Eintrittskarte für Erwachsene 10 Euro, ermäßigte Tickets gar nur 5 Euro - als Dankeschön des ÖFB an das Publikum für die Unterstützung im Holland-Spiel. 3.500 Karten sind schon vergeben, obwohl noch nicht einmal der Verkauf begonnen hat! Wie lange sich Herzog im Spiel engagieren wird, das bleibt noch offen. Denn der Rapidler hat sein Kreuz mit dem Rücken. Teamchef Krankl: "Das werden wir dann sehen. Aber vielleicht spielt er nur zwei Minuten." Tatsache hingegen ist, dass Peter Schöttel nur den Ankick machen wird. Die Parallelen der beiden Rapid-Stars sind groß. Beide begannen ihre Teamkarriere 1988, zusammen spielten sie für Österreich 39 Mal den Doppelpass (exakt 2.567 Minuten), beide trugen während der Teamkarriere die Kapitänsschleife und fuhren zu zwei Weltmeisterschaften (1990 und 1998).

Positiver Jahresabschluss

"Es ist schön, dass Herzog gegen Norwegen dieses Jubiläum feiert", weist Hans Krankl auf die klingenden Namen des Gegners wie Ole-Gunnar Solskjaer (Manchester United) oder John Arne Riise (Liverpool) hin. "Das ist eine sehr gute Mannschaft mit Top-Spielern bei Top-Vereinen. Der Andi hat sich ein Fußball-Fest mit einer tollen Stimmung vor einem ausverkauften Haus verdient." Krankl will das Länderspieljahr positiv abschließen, "was rauskommt, wird man eh sehen." Die Spiele in der EM-Qualifikation waren aus seiner Sicht zufriedenstellend, mit sechs Punkten hätte er im Vorfeld gar nicht gerechnet. "Und gegen Holland kann man verlieren."

Es sei durchaus möglich, dass man beim Team am 20. November neue Gesichter sehen wird, "oder alte, die bis dato noch nicht gespielt haben." Austria-Goalie Thomas Mandl dürfte erstmals zwischen den Pfosten stehen, Schottland-Legionär Orman wurde von Co-Trainer Kovacic beobachtet und für gut befunden. "Es kann sein, dass wir das jüngste österreichische Natinalteam der Geschichte sehen", prophezeit Krankl, dass er seine Experimente fortsetzen wird.

Herzog für Österreich:

Bilanz: 36 Siege, 22 Unentschieden, 41 Niederlagen.

Spiele: 99 oder 7.339 Minuten, davon 39mal als Kapitän.

Tore: 26.

Debüt: Gegen Griechenland in Athen (2:2) am 6. April 1988.

Teamchefs: 7 (Hickersberger, Riedl, Constantini, Happel, Prohaska, Baric, Krankl.

Schöttel für Österreich:

Bilanz: 24 Siege, 14 Unentschieden, 24 Niederlagen.

Spiele: 62 oder 4.436 Minuten.

Debüt: Gegen die Schweiz in Monaco (1:2) am 5. Februar 1988.

Teamchefs: 5 (Hickersberger, Riedl, Constantini, Happel, Prohaska).



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2002-11-05 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 12:33:00

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