Lehnen sie sich zurück ins Sofa, stopfen sie Chips und Popcorn bis zur allgemeinen Übelkeit in sich hinein, ertränken sie sich in Coca-Cola, und als Dessert könnten sie sich noch einen Hamburger | braten. Warum? Es ist Super-Bowl-Time.

Am letzten Jänner-Wochenende jedes Jahres werden aus Sicht der ungesunden Ernährung sämtliche Rekorde gebrochen. Gleich, welche Teams sich bis ins Finale durchgeboxt haben, die Feten steigen

ungeachtet dessen nicht nur in den Staaten, sondern immer öfter auch am guten alten Kontinent, der mit Football, so meint man, wenig am Hut hat. Doch auch diese Haltung hat sich in den letzten Jahren

geändert. Selbst in Österreich steigt das Angebot zum kollektiven Ferngucken bis tief in die Nacht hinein an öffentlichen Treffpunkten.

Der Super-Bowl elektrisiert aber logischerweise besonders die Amerikaner. Nur fünf Prozent der Fans geben sich als Solisten den finalen Genuss vor dem TV-Gerät. Super-Bowl bedeutet Teamgeist. Denn im

Schnitt versammeln sich 17 Zuschauer vor der "Glotze". Und die sechs meistgesehenen US-TV-Programm sind durch die Bank SuperBowls. Wen wundert's bei derartigen Einschaltquoten, von denen hierzulande

selbst die "Kaiser" vera oder Fendrich nur träumen können, dass ABC für einen 30-Sekunden-Werbespot lächerliche 1,6 Mill. Dollar verlangt?

In Atlanta, heuer zum dritten Mal in der Geschichte Austragunsort, machten rund fünf Milliarden Schilling ob dieses Events die Runde. Nicht zuletzt dank des Heisshungers der Fans. Nur zu

Thanksgiving, errechnete das US-Ernährungsministerium, mampft das Volk noch mehr. Während des Spiels werden rund 14.500 Tonnen Chips und 4.000 Tonnen Popcorn vertilgt. Gesundheit! Ist es da ein

Zufall, dass sich sechs Prozent aller Amerikaner laut einer Statistik am Tag nach dem sportlichen Nationalfeiertag krank melden?