• vom 23.06.1999, 00:00 Uhr

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Update: 07.04.2005, 13:19 Uhr

Marcus Pürk für 15 Mill. Schilling bei 1860 München

Savicevic und die Muskeln




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Von Alexander Strecha

  • In Hütteldorf geht es drunter und drüber. Ein Machtkampf zwischen Sportdirektor Dokupil und Präsident Kaltenbrunner an der Spitze, dazu rotiert das Transferkarussell in Hütteldorf spät aber dafür
  • um so heftiger. Pürk zieht es zu 1860 nach München, um die 15 Mill. Schilling könnte man sich genau ein Jahr den Ex-Milan-Star Dejan Savicevic leisten.

Savicevic hat einen hohen Preis für österreichische Verhältnisse, obschon er im Vergleich zu Milan-Zeiten mit rund einem Drittel zufrieden ist. Dennoch wäre er der teuerste Kicker, der je in


Österreich der Kugel nachgejagt ist.

Doch selbst bei dem 32jährigen Superstar ist Vorsicht geboten, nicht was sein Können betrifft, vielmehr zwicken ihn schon seit längerem seine Muskeln in beiden Oberschenkeln. Andenken an die Zeit bei

Buducnost Titograd und bei Roter Stern Belgrad, als er, der große Star, seine Wehwehchen nie auskurieren durfte und regelmäßig fitgespritzt wurde. Und auch bei seinem Abschied von Milan war die

mangelnde Gesundheit der Grund. Eine Aufgabe für Rapid-Arzt Robert Lugscheider, der den Star in den kommenden Tagen auf Herz und Nieren prüfen wird.

Savicevic absolvierte in der Saison 1997/98 kein Spiel mehr, eine Saison davor reichte es nur zu 17 Einsätzen. Das beste Beispiel für die Verletzungsanfälligkeit des Montenegriners war das Champions

League-Finale 1995 in Wien gegen Ajax Amsterdam (0:1), als er sich beim vormittäglichen Abschlußtraining am Oberschenkel verletzte. Überhaupt absolvierte Savicevic nur 89 von 192 möglichen Spielen

für die Italiener. In der Saison 1997/98 ließ ihn Milan nur deswegen mittrainieren, damit sein Startplatz im jugoslawischen WM-Team nicht gefährdet wurde.

Dennoch können sich seine Meriten sehen lassen: dreimal jugoslawischer Meister, dreimal italienischer Meister, zwei Meistercupsiege, einmal europäischer Supercup, einmal Intercontinentalcup. Sein

bestes Spiel lieferte er 1994 in Athen, als er mit Milan Johan Cruyffs höher eingeschätztes Barcelona 4:0 zertrümmerte und mit einem Heber Zubizarreta düpierte.

Der Machtkampf

Gestern am späten Nachmittag saß das Rapid-Präsidium beisammen, um den Krach Dokupil·Kaltenbrunner zu kitten. Das Präsidium sieht von einer Entlassung des Sportdirektors ab und würde es

begrüßen, könnten sich beide doch noch arrangieren.



Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 1999-06-23 00:00:00
Letzte Änderung am 2005-04-07 13:19:00

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