Novak Djokovic war im Pariser Halbfinale einfach zu stark für Roger Federer. - © APAweb/epa/Yoan Valat
Novak Djokovic war im Pariser Halbfinale einfach zu stark für Roger Federer. - © APAweb/epa/Yoan Valat

Paris. (rie) Federer, Djokovic, Paris. Da war doch was. Eines der legendärsten Matches der vergangenen Jahre, das sich an diesem Ort im Halbfinale der French Open 2011 zutrug. Es war Roger Federer, der damals den furiosen Siegeslauf des Serben, stoppen konnte. Bis dahin hatte Novak Djokovic in diesem Jahr kein Match verloren.

Federer, Djokovic, Paris, Halbfinale 2012. Ein erneutes Treffen der beiden Tennis-Granden. Klar erinnerten sich alle an besagtes Spiel im Jahr zuvor - und hofften auf Wiederholung. Doch legendäre Partien lassen sich nicht auf Knopfdruck wiederholen. Federer musste das zur Kenntnis nehmen.

Im ersten Satz ging der Schweizer mit Break in Führung. Im zweiten Durchgang sogar mit zwei Breaks. Zu einem Satzgewinn langte es dennoch nicht. Es war nicht 2011. Djokovic ließ sich durch die Rückstände nicht verunsichern, kontrollierte das Match. Seinen Tiefpunkt hatte der Serbe schon eine Runde zuvor überwunden, als er gegen den Franzosen Jo-Wilfried Tsonga vier Matchbälle abwehrte, um sich dann noch in fünf Sätzen durchzusetzen.

6:4, 7:5 - die Fronten schienen abgesteckt. Federer wirkte nicht so, als könnte er noch zurückkommen - weder mental, noch spielerisch. Und Djokovic machte nicht den Eindruck, als würde er sich noch abfangen lassen. Zu souverän war sein Spiel, zu selbstbewusst sein Auftreten. Dem Publikum, für solch einen Klassiker verdächtig verhalten und in Paris traditionell auf der Seite Federers, war das auch klar. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis Djokovic den Aufschlag des Weltranglisten-Dritten brechen würde. Das geschah im sechsten Game. Drei Spiele später und nach insgesamt 2:05 Stunden Spielzeit war das Match im Kasten. Unspektakulär, aber sehr überzeugend.

Nadal fegt Ferrer vom Platz

Im Finale, sein erstes in Paris, bekommt es Djokovic mit dem Sandplatzkönig himself zu tun. Rafael Nadal hatte zuvor in seinem Halbfinalspiel noch weniger Mühe mit seinem Landsmann David Ferrer. 6:2, 6:2, 6:1. Das saß. Ohne einen einzigen Satzverlust ist der Mallorquiner in das Endspiel marschiert - sein siebtes in Paris. Und er spielt um seinen ebensovielten Titel in Roland Garros, womit er alleiniger Rekordhalter wäre. Das wär' schon was. Djokovic, leichter Außenseiter im Endspiel, kämpft um seinen ersten  Titel bei den French Open - aber seinen vierten Grand-Slam-Turniersieg in Folge. Das wär' auch was.