Wien. Der österreichische Schwimmverband (OSV) hat ein Disziplinarverfahren gegen Dinko Jukic eingeleitet. Einen entsprechenden Bericht der "Kronen Zeitung" hat OSV-Generalsekretär Thomas Gangel am Mittwoch bestätigt.

Der Schritt war nach den Langbahn-Europameisterschaften Ende Mai in Debrecen aufgrund des dortigen nicht ordnungsgemäßen Verhaltens von Jukic gesetzt worden.

Jukic hätte im Zuge dessen auch gemeint, nie wieder für Österreich starten zu wollen. Gangel räumte ein, dass es dabei primär um Staffelstarts gehe. Auf Jukic' Olympia-Antreten in London werde das keine Auswirkung haben, auch wenn das von drei unabhängigen Rechtsanwälten zu fällende Urteil im Disziplinarverfahren wohl noch vor den Spielen zu erwarten sei.

Jukic war in Debrecen in beiden gemeldeten OSV-Staffeln zum Einsatz gekommen. In der Kraulstaffel hatte er als Schlussschwimmer unerwartet knapp den gerade noch geschafften Finaleinzug fixieren müssen, die Lagenstaffel verpasste trotz guter Leistung des 23-Jährigen den Endlauf wie das erhoffte Olympia-Limit klar. Seinen Olympia-Staffelstart sagte Jukic später ab, ein Gespräch des OSV mit ihm darüber brachte keine Änderung.