Wien. Zuerst kam das Out in der WM-Qualifikation und danach die Auslosung in die starke Gruppe A der European League. Österreichs Volleyball-Nationalmannschaft ist derzeit nicht gerade zu beneiden, trifft doch die Truppe von Teamchef Michael Warm neben Dänemark und Slowakei ausgerechnet auf jene belgische Equipe, die sie erst vor wenigen Wochen aus der WM-Qualifikation geworfen hatte.

Während Belgien der nächsten WM-Runde entgegensieht, ist im Lager der Österreicher trotz allem der Blick wieder nach vorne gerichtet. Mindestens die Hälfte der insgesamt zwölf geplanten Begegnungen sollen, wenn es nach Michael Warm geht, mit einem Sieg beschlossen werden. Gelingt das nicht, so können sich die Athleten mit etwas Glück noch über den zweiten Gruppenplatz für das Final-Four-Turnier Mitte Juli in der Türkei qualifizieren. Dazu müssten allerdings die Türken, die fix gesetzt sind, in ihrer Gruppe Erster werden. In diesem Fall würde dann der beste Zweitplatzierte ins Finale nachrücken - ein für Österreichs Volleyballherren an sich erreichbares Ziel.

Freilich, an klaren Siegen geht auch hier kein Weg vorbei. Das weiß auch Coach Warm und sinnt auf eine Revanche. Denn dass die Österreicher in der ersten Partie im Wiener Budocenter auf Belgien als Startgegner treffen, ist dem Nationaltrainer ganz recht. "Darüber bin ich froh, weil wir ja uns eben erst mit ihnen intensiv beschäftigt haben", meinte er.

Neue Punkteregel, Aufschlag nach 15 Sekunden


Intensiv wird es in den nächsten Tagen auch für die Spieler. Nach der Auftaktpartie gegen Belgien am Donnerstag (19.30 Uhr) geht es am Freitag gegen die Slowaken (18 Uhr) und am Samstag gegen die Dänen (18 Uhr/alle live ORF Sport+) weiter. Die weiteren Auswärtsturniere der Gruppe A werden in den kommenden Wochen in Slagelse in Dänemark, in Antwerpen (Belgien) sowie im slowakischen Nitra ausgetragen.

Aber nicht nur, was die Gruppenauslosung betrifft, wurden die Karten neu gemischt. So werden ab diesem Donnerstag in der European League gleich einige Neuerungen im Volleyballspiel getestet. Demnach sollen die Sätze nur noch bis 21 Punkte (statt wie bisher 25) gespielt und die Zahl der technischen Auszeiten pro Satz auf eine reduziert werden. Auch wird die Zeit zwischen den Ballwechseln reglementiert. Nach einem Punkt hat der aufschlagende Spieler nur 15 Sekunden Zeit, um für das Service bereit zu sein und den Ball wieder ins Spiel zu bringen. Ziel: Die Nettospielzeit soll so verringert und Volleyball fernsehtauglicher gemacht werden.