Moskau. (fis) Kurios hat der 20-Kilometer-Bewerb im Frauen-Gehen in Moskau am Dienstag geendet. Jelena Laschmanowa, Olympiasiegerin aus Russland, gewann in einem chaotischen Finish Gold.

Der Rundkurs führte am Moskwa-Fluss entlang und endete im Luschniki-Stadion, in dem eine zusätzliche Runde zu absolvieren war. Allerdings war dies nicht allen Teilnehmerinnen klar.

Laschmanowa führte das Feld knapp vor dem Ende deutlich an. Im Stadion angekommen, bremste sie 400 Meter vor dem eigentlichen Ziel ab und meinte sich schon Weltmeisterin. Erst durch die Gesten von Zuschauern und Richtern wurde sie auf ihren Fehler aufmerksam und setzte den Bewerb fort. 200 Meter weiter wähnte sie sich wieder im Ziel. Erneut wurde sie weitergewinkt und passierte dann endlich die tatsächliche Ziellinie.

"Die Kampfrichter haben uns nicht gesagt, dass wir noch eine Runde im Stadion gehen müssen. Der Trainer hat mit uns gesprochen, aber ich habe das nicht richtig verstanden", erklärte Laschmanowa das Geschehene.

Der Vorsprung auf ihre zweitplatzierte Teamkollegin war so groß, dass diese ihr den Sieg trotz des Zeitverlustes nicht nehmen konnte. Im Ziel betrug der Rückstand von Anisja Kirdjapkina aber nur noch drei Sekunden.

"Als ich gesehen habe, dass sie immer langsamer geworden ist, habe ich das Tempo erhöht. Wäre das Rennen noch hundert Meter länger gegangen, hätte ich sie überholen können", so die Russin.

Laschmanowa gewann mit einer Zeit von 1:27:08 Stunden. Bronze hinter Kirdjapkina ging an Liu Hong aus China.

Vorentscheidung für Vojta


Am Mittwoch bestreitet der nach dem Ausscheiden von Gerhard Mayer einzige verbliebene österreichische WM-Teilnehmer Andreas Vojta den Vorlauf über 1500 Meter. Die ersten sechs der drei Vorläufe und sechs weitere Zeitschnellste steigen in das Semifinale auf. Nach Bestzeiten gerechnet wäre Vojta in seinem Vorlauf Vorletzter, es wird also ein harter Kampf.