Wien/Södertalje. Die Ostsee ist für ihr raues Klima bekannt. Die Frage, ob dies auch für den Basketball zutrifft, wird der österreichische Meister BC Vienna in den kommenden Wochen beantworten müssen. Für die Wiener ist es die erste Teilnahme an einer Europacup-Gruppenphase, allein ihre zugelosten Erstgegner sind allesamt im baltischen Raum beheimatet.

So trifft etwa die Mannschaft von Trainer Darko Russo bei ihrem Debüt in der EuroChallange am Dienstag (19 Uhr) auswärts auf den schwedischen Spitzenverein Södertälje Kings, die weiteren Gegner in der Gruppe C sind BK Ventspils (Lettland) sowie Tartu Rock (Estland). Mit Södertälje bekommen die Österreicher gleich einen harten Brocken vorgesetzt. Die Schweden halten in der nationalen Meisterschaft bei 8:1-Siegen und liegen auf Tabellenplatz zwei. In ihrem Kader finden sich unter anderem fünf Legionäre, die aus Kroatien (zwei), den USA, aus Litauen und dem Senegal stammen. Point-Guard John Roberson beispielsweise ist nicht nur einer der Topscorer, sondern auch bester Assistgeber der schwedischen Basketligan.

Aufstieg in die Top 16 des Bewerbs als Traumziel


Bei der Vienna sieht man der Begegnung mit Respekt, aber ohne Angst entgegen. "Wir freuen uns auf Europa und wollen als Team in jedem Spiel dazulernen", sagte Russo, der immerhin viel internationale Erfahrung gesammelt hat. Warum sollte es, wo man doch in der heimischen Meisterschaft bis zuletzt ungeschlagen blieb, jetzt im Europacup schlechter laufen?

Das Traumziel der Wiener Basketballer - der Aufstieg in die Top 16 des Bewerbs - steht auf jeden Fall fest, allerdings muss dazu zumindest der zweite Gruppenplatz erreicht werden. Das erste EuroChallenge-Spiel in Österreich bestreitet der BC Vienna am 12. November (20 Uhr) in der Stadthalle gegen Tartu. Dann will man zeigen, dass das Klima auch in Wien mitunter rau sein kann.