Paris. Nur ein Erfolg bei den French Open fehlt Novak Djokovic noch, alle anderen Grand-Slam-Turniere hat der Serbe gewonnen. Am Sonntag (15 Uhr) bietet sich in Paris nach einem nicht immer überzeugenden Halbfinalsieg die zweite Chance. Im Endspiel trifft er allerdings auf den achtfachen Sieger und Weltranglistenführenden Rafael Nadal. Während der Spanier im Halbfinale beim 6:3, 6:2, 6:1 über den Briten weniger gefordert wurde als erwartet und eine überzeugende Leistung bot, konnte Djokovic mit seinem Auftritt beim 6:3, 6:3, 3:6, 6:3 gegen den lettischen Überraschungsmann Ernests Gulbis nicht restlos zufrieden sein.

"Die ersten beiden Sätze liefen sehr gut für mich, danach hat er weniger Fehler gemacht. Es war schwierig, die Konzentration hochzuhalten", erklärte Djokovic. Gegen Nadal, gegen den er vor zwei Jahren in seinem bisher einzigen Paris-Finale verloren hat, wird jedenfalls eine Steigerung nötig sein. Dass er ihn auch auf seinem Lieblingsbelag Sand schlagen kann, hat er aber zuletzt im Rom-Finale bewiesen.

Halep fordert Scharapowa


Während bei den Herren damit zwei alte Bekannte im Finale stehen, waren die French Open bei den Damen bisher das Turnier der großen Überraschungen. Zwar hat Maria Scharapowa ihre Abneigung gegen das Turnier spätestens mit ihrem Sieg vor zwei Jahren überwunden - davor hatte ihre Aussage, sie fühle sich auf Sand "wie eine Kuh auf Eis" für Schlagzeilen gesorgt -, doch mit ihrer Finalgegnerin Simona Halep haben wohl nur ausgewiesene Experten gerechnet. Dabei hat die 22-jährige Rumänin, die vor genau einem Jahr als Nummer 57 der Welt in Paris in der ersten Runde verloren hat und mittlerweile schon an der vierten Stelle rangiert, einen bemerkenswerten Aufstieg hinter sich und bei diesen French Open noch keinen Satz verloren. "Ich weiß nicht, wie ich spielen muss, um Maria zu schlagen. Aber ich werde darum kämpfen", erklärte sie vor ihrem ersten Grand-Slam-Finale am Samstag.