Wien. Thomas Morgenstern fängt Mitte Juli wieder mit dem Sprungtraining an. Danach will der in der Vorsaison zweimal schwer gestürzte Skisprung-Olympiasieger von 2006 wie gewohnt drei Monate an seinem Sprung arbeiten und entscheiden, ob er seine Karriere fortsetzt.

Morgenstern hofft, dass sich im Zuge des Schanzentrainings alle Unsicherheiten klären werden. "Ich denke in zwei, drei Wochen ist es soweit. Von da an werde ich wie sonst auch drei Monate an meinem Sprung arbeiten. Ich denke, dass sich in dieser Phase viele Unbekannte herauskristallisieren werden. Schlussendlich wird sich die Frage, wie es mit meiner Karriere weitergeht, hoffentlich in Luft auflösen und nicht mehr stellen", sagte der 27-jährige Kärntner in einem Interview auf der Red Bull-Homepage.

"Eine besondere Art der Vorbereitung"
Er sehe das aber nicht als Comeback, sondern vielmehr als eine besondere Art der Vorbereitung. "Klar muss ich nach allem, was passiert ist, alle Energien und eine Extraportion Motivation in die Weiterführung meiner Karriere investieren, aber im Grunde trainiere ich auf die nächste Saison. Den Rest wird man dann in den kommenden Wochen sehen."

Das Training abseits der Schanzen betreibt Morgenstern dagegen schon seit längerem intensiv, wie man aus seinen regelmäßigen Social-Media-Einträgen von Kraft- und Stabilisationseinheiten ersehen kann. Die zuletzt durchgeführten ersten Sprungkurse unter dem neuen ÖSV-Cheftrainer Heinz Kuttin hat er aber noch ausgelassen.