Das Talent des Kärntners hatte schon der frühere ÖSV-Cheftrainer Hannu Lepistö erkannt und ihn mit dem großen Matti Nykänen verglichen. Auch Toni Innauer sprach schon bald von einem "Rohdiamanten". Geboren in Spittal/Drau, wohnhaft in Seeboden, blieb Morgenstern seiner unbekümmerten Art stets treu. Bekannt für seine deftigen, lockeren Sprüche fand er viele Fans und wurde auch zweimal zum Sportler des Jahres ausgezeichnet.

Traum vom Fliegen
Der Traum vom Fliegen hat ihn 2008 zu einer Kurskorrektur veranlasst. Morgenstern ließ seine bereits begonnene Polizistenausbildung sausen und darf seither auch ohne Ski an den Füßen abheben: Er ist ausgebildeter Pilot.

Seine "Pilotenausbildung" auf den Schanzen der Welt hat freilich viel früher begonnen. "Ich bin über das Toni-Innauer-Skifest in Bad Kleinkirchheim zum Skispringen gekommen", erzählte Morgenstern, der aus einer sehr sportlichen Familie kommt. U.a. war sein Onkel väterlicherseits, Alois Morgenstern, 1976 Olympia-Siebenter im alpinen Slalom. Thomas Morgenstern hat sich mit seinen Erfolgen, aber auch seinem Wesen einen Fixplatz in Österreichs Sportgeschichte ersprungen. Nicht nur der Skisprung-Zirkus wird den Kärntner vermissen.