Dank Spielern wie Raul Santos und einer guten Setzung für die EM-Qualifikation sieht man der Zukunft im heimischen Handball positiv entgegen. - © apa/epa
Dank Spielern wie Raul Santos und einer guten Setzung für die EM-Qualifikation sieht man der Zukunft im heimischen Handball positiv entgegen. - © apa/epa

Doha. (art) Mit einer 31:36-Niederlage gegen Mazedonien im abschließenden Gruppenspiel bei der WM in Katar hat sich Österreich einen schwierigen Gegner beschert. Die Mannschaft von Teamchef Patrekur Jóhannesson stieg zwar als Dritter aus Pool B ins Achtelfinale auf - das war schon vor dem Kräftemessen mit den Mazedoniern festgestanden - bekommt es nun dort aber am Sonntag (16.30 Uhr) mit der Auswahl des Gastgebers Katar und nicht mit den vermeintlich schwächeren Slowenen zu tun.

Zwar verfügt der Golfstaat über keinerlei Handball-Tradition, dennoch wollte man Katar als Gegner vermeiden. Die Gastgeber haben nicht nur den Heimvorteil durch - großteils bezahlte - Klatscher, sondern sich auch eine international schlagkräftige Mannschaft vorwiegend aus Osteuropa zusammengestellt. Und diese wurde den Erwartungen der Verantwortlichen bisher vollauf gerecht und erreichte in Gruppe A hinter Spanien den zweiten Platz.

Für Österreich ist freilich schon das Achtelfinale nach einer von Höhen und Tiefen geprägten Vorrunde und auch einem solchen Spiel gegen Mazedonien - nach einer starken ersten Hälfte brach man zu Beginn der zweiten auch dank Undiszipliniertheiten ein - ein Erfolg. Und dieser soll sich nach Wunsch des Verbandes auch finanziell auswirken. Denn als Österreichs Handball im Ende Oktober veröffentlichten Ranking des Bundessport-Förderungsfonds (BSFF) nur an der 37. Stelle auftauchte, war die allgemeine Verwunderung ebenso groß wie der Ärger im ÖHB. Zwar haben sich die Wogen inzwischen etwas geglättet, der Achtelfinaleinzug der rot-weiß-roten Männer könnte die Lage verbessern. Bisher war man bei der Erfolgsförderung, die mit vier der insgesamt 40 Millionen der heimischen Unterstützung für Leistungs- und Spitzensport allerdings keine allzu große Rolle spielt, als völlig förderunwürdig eingestuft worden. "Jetzt werden wir immerhin mit den ersten Körnchen anschreiben", sagte ÖHB-Generalsekretär Martin Hausleitner. Auf die Setzung für die EM-Qualifikation hat der Achtelfinaleinzug auf jeden Fall positive Auswirkungen, damit kann man dem notwendigen Umbau der Mannschaft gelassener entgegensehen.