Gleichzeitig mit der Meldung vom Gewinnrückgang beim Getränkehersteller Red Bull wurde auch dessen Engagement in der Formen I infrage gestellt.

Das Betriebsergebnis des Unternehmens ging laut dem Jahresabschluss 2014 um 19 Prozent auf 332,8 Millionen Euro zurück. Als Grund werden  höhere Ausgaben fürs Marketing genannt. Dabei steig der Umsatz um fünf Prozent auf 2,663 Milliarden Euro. Sorgen muss sich Dietrich Mateschitz freilich keine machen. Er kann immerhin auf reserven in der Höhe von 566,8 Millionen Euro zurückgreifen.

Für 2015 erwartet der Energydrinkhersteller einen weiteren Anstieg des Umsatzes. "Die größten mittelfristigen Wachstumspotenziale für die Red Bull GmbH sind in unserem Kernmarkt USA, in unseren Zukunftsmärkten in den Entwicklungsländern sowie im weiteren weltweiten Roll-out der Red Bull Editions zu finden", heißt es im Jahresabschluss.

Gerade in den USA seit dem Erwerb des Konkurrenten Monster durch Coca Cola im vergangenen Jahr unter Druck. Dem wesentlich billigeren Produkt stehen seither die ausgeklügelten Vertriebswege des Softdrink-Giganten zur Verfügung.

Da macht es unter Umständen Sinn, dass Geld nicht mehr mit beiden Händen auszugeben. Vor diesem Hintergrund ist daher auch Red Bulls angedrohter Rückzug aus der Formel 1 zu sehen. Die Trennung der beiden Bullen-Teams vom Motorerzeuger Renault dürfte diese Überlegungen verstärkt haben.

"Wenn es keinen konkurrenzfähigen Motor für uns gibt, dann gibt es Red Bull nicht mehr in der Formel 1", sagte Motorsportberater Helmut Marko in einem ORF-Interview. Laut dem 72-jährigen Grazer wird noch mit Ferrari verhandelt. Dort dürfte man sich jedoch zieren, die Teams von Red Bull und Toro Rosso zu beliefern.