Guimarães. Er ist der Routinier im österreichischen Davis-Cup-Team in Portugal. Alexander Peya bestreitet in Guimarães schon seinen 22. Länderkampf für den ÖTV. Für das Doppel am Samstag (16 Uhr MEZ) ist er gesetzt, sein Partner im Spiel gegen Gastão Elias/João Sousa wird entweder Dennis Novak oder Dominic Thiem sein. Gerald Melzer und Thiem bestreiten ihre Einzel gegen Sousa beziehungsweise Elias noch heute Abend.

Auch wenn der Fokus vorerst dem Daviscup gilt, hat der 35-jährige Peya heuer noch mehr vor. Die Masters-Teilnahme gemeinsam mit seinem neuen Partner Philipp Petzschner ist das Ziel, seine zweite Olympia-Teilnahme ein Herzenswunsch. Ursprünglich wollte der 14-fache Sieger von Doppelturnieren mit Jürgen Melzer starten, was durch die Langzeitverletzung des Niederösterreichers nun absolet wird. Eine weitere Möglichkeit wäre ein gemeinsames Antreten mit Thiem, doch dieser wird Olympia eher nicht spielen. Peya will das aber nicht kritisieren: "Es ist nicht meine Aufgabe, ihn zu überzeugen. Entweder er will oder nicht. Momentan wäre der Dominic der Einzige, mit dem wir drinnen wären." Für ihn zähle derzeit nur, dass jeder Kandidat bis zur Ranking-Frist am 6. Juni so gut wie möglich spiele. Gespräche mit möglichen Partnern wie Oliver Marach, Julian Knowle oder Philipp Oswald hat es keine gegeben. "Es sind noch drei Monate, dann sieht man ohnehin, was infrage kommt." Peya selbst möchte Olympia in seiner Karriere nicht missen. "Für mich war es eine Supererfahrung in London damals, ich würde es immer wieder spielen. Ich kann aber auch Leute verstehen, die das nicht so sehen", sagte Peya, der früher ähnlich gedacht habe. "Da habe ich auch gefunden, dass Tennis nicht so einen olympischen Stellenwert hat. Das hat sich meiner Meinung nach über die letzten Spiele ziemlich geändert."