Hochfilzen. Die österreichischen Biathleten haben am Dienstag bei Schönwetter mit Plusgraden ihr erstes Training auf der WM-Strecke in Hochfilzen absolviert. Einmal mehr gab sich das ÖSV-Team zuversichtlich, die Topstars in den elf Bewerben bis 19. Februar fordern zu können. Besonders der einzige heimische Saisonsieger Julian Eberhard zählt im Sprint zum engen Kreis der Edelmetallanwärter.

Aber auch die Tiroler Lokalmatadore Dominik Landertinger, Lisa Theresa Hauser sowie die Herrenstaffel dürfen sich Hoffnungen auf Spitzenplätze machen. Hinter dem Leistungsvermögen von Simon Eder steht nach gesundheitlichen Problemen Anfang Jänner ein kleines Fragezeichen. Im Vorjahr in Oslo holten Landertinger (Silber) und Eder (Bronze) im Einzel zwei WM-Medaillen. Vor zwölf Jahren eroberte die Staffel bei den jüngsten Titelkämpfen in Hochfilzen eine Bronzene. Ähnliches ist auch dieses Mal das Ziel. "Eine Medaille wäre super, das ist aber nicht so einfach. Wenn wir den Schwung vom Heimpublikum mitnehmen können, dann ist es möglich", meinte ÖSV-Chefcoach Reinhard Gösweiner. Die gute Vorbereitung stimme ihn zuversichtlich. "Die letzten Feinschliffe im Training haben gut gepasst." Markus Gandler, der Sportliche Leiter im ÖSV, hofft, dass sein Team unbeschwert auftritt. "Es geht darum, dass wir uns nicht zu viel verkopfen." Man dürfe sich nicht nur auf Medaillenziele versteifen. "Sie sollten nicht daran denken, was sein muss, wenn dann darf es passieren. Ich bin aber guter Dinge", sagte der 50-Jährige.

Mixed-Staffel am Donnerstag


Die insgesamt dritte WM im Pillerseetal nach 1978 und 2005 wird am Donnerstag mit der Mixed-Staffel eröffnet. Eberhard, in dieser Saison so stark wie noch nie, fehlt beim Auftakt. Dafür gehen Landertinger und Eder an den Start. Hauser und Fabienne Hartweger, die den Vorzug vor Dunja Zdouc bekam, bilden das Damen-Duo.