Rio de Janeiro/Acapulco. Wie im Vorjahr hat Dominic Thiem schon im Februar seinen ersten Saison-Titel auf der ATP-Tennis-Tour geholt. Hatte er 2016 in Buenos Aires auf Sand und in Acapulco auf Hartplatz zweimal zugeschlagen, gelang ihm am Sonntag in Rio de Janeiro sein zweiter Gewinn eines ATP-500-Titels. Und das auf Sand, obwohl er vor Turnierantritt kaum Möglichkeiten zum Eingewöhnen hatte. "Das ist mein Lieblingsbelag, da fällt mir die Umstellung recht leicht", erklärte Thiem rund 80 Minuten nach dem im Rio-Finale gegen den Spanier Pablo Carreño Busta zum 7:5, 6:4-Sieg verwerteten Matchball. Vielmehr als der Wechsel auf Sand hatte dem Niederösterreicher während des Karnevals in Rio nach seiner Anreise aus Rotterdam der Jetlag zu schaffen gemacht. "Die Zeitumstellung war schon schwierig, die ersten Matches ziemlich tough."

Von Rio nach Acapulco


Nur gut zwei Stunden, nachdem der Gewinner von nun acht ATP-Titeln die Trophäe für seinen in der Olympiastadt 2016 erreichten Coup in Empfang genommen hatte, saß Thiem wieder im Flieger nach Acapulco. Nach 20-stündiger Anreise war die Ankunft im Urlaubsparadies für Montagnachmittag (Ortszeit) angesetzt. Schon am Dienstag geht es für ihn in die Auftakt-Partie gegen den Franzosen Gilles Simon. Bei seiner Titelverteidigung in Mexiko ist Thiem als Nummer vier gesetzt, da per Wildcard der Serbe Novak Djoković (2.), der Spanier Rafael Nadal (6.) und der Kroate Marin Čilić (8.) in der Weltrangliste vor ihm geführt werden. Hinter ihm folgt mit dem Belgier David Goffin der Ranking-Elfte.

Thiems erste Herausforderung: Der Niederösterreicher muss sich nun wieder auf Hartplatz zurückumstellen, sah dem aber gelassen entgegen. "Es ist dort relativ langsam und ein hoher Ballabsprung. Da fühle ich mich wohl, und ich habe auch gute Erinnerungen an das Turnier."