Madrid. Dominic Thiem hat trotz der 6:7 (8), 4:6-Final-Niederlage beim ATP-Masters-1000-Turnier in Madrid positiv bilanziert. "Es war eine der besten Wochen meines Lebens, tennismäßig einer der größten Erfolge auf jeden Fall", sagte der ÖTV-Star nach einem "guten Match auf sehr hohem Level" gegen den Spanier Rafael Nadal. Es gebe viele positive Sachen. "Ich war viel besser und näher dran als in Barcelona, da bin ich ziemlich vorgeführt worden, heute war es ein ziemlich offenes Match."

Vor allem im ersten Durchgang war der Niederösterreicher an einem Satzerfolg hauchdünn dran. "Da hatte ich einige Chancen. Gegen viele andere Spieler hätte es wahrscheinlich gereicht, aber gegen die besten Spieler der Welt verlierst du eben manchmal auch, wenn du gut spielst. So ist es im Tennis, es gibt eben nur einen Gewinner", schilderte Thiem. Auch im zweiten Satz wäre mehr möglich gewesen, da vergab Thiem im letzten Game vier Breakchancen. "Ich habe da aber keine unnötigen Fehler gemacht, er hat sie gut abgewehrt", meinte Thiem.

Den Auftritt auf dem mit 12.500 Zuschauern ausverkauften Center Court habe er von Anfang an genossen. "Ich war gar nicht nervös und habe es sehr genossen, vor so einer Kulisse zu spielen, auch wenn alle klarerweise für Nadal waren. Es war ein super Erlebnis. Das Match hat trotz der Niederlage einen Riesen-Spaß gemacht", erklärte Thiem.

Lobende Worte von Nadal

Vom 14-fachen Grand-Slam-Sieger und nun fünffachen Madrid-Sieger gab es lobende Worte. "Die Wahrheit ist, dass ich gegen einen Gegner gespielt habe, der in den nächsten fünf bis zehn Jahren um die wichtigsten Titel im Tennis kämpfen wird. Deshalb bin ich sehr froh, dass ich gewonnen habe", sagte Sand-Dominator Nadal. Thiem hörte das natürlich gerne. "Das freut mich riesig, es gibt kein besseres Kompliment und auch von niemandem besseren als von ihm", so der ab Montag Ranglisten-Siebente.

Bereits nächste Woche in Rom könnte es neuerlich zum Duell der beiden kommen. Deshalb bleibt Thiem auch nur wenig Zeit, den Erfolg auszukosten. "Ich werde jetzt ein paar Stunden vielleicht den Erfolg genießen und dann schön langsam an Rom denken", erklärte der Lichtenwörther.