• vom 15.10.2017, 15:41 Uhr

Mehr Sport

Update: 15.10.2017, 15:57 Uhr

Rapid

Grün-weißer Minimalismus




  • Artikel
  • Lesenswert (0)
  • Drucken
  • Leserbrief





  • Bundesliga: Rapid bleibt nach dem 1:0 über Schlusslicht St. Pölten auf der Überholspur.

Es jubeln: Schaub, Torschütze Joelinton und Bolingoli (v. l.).

Es jubeln: Schaub, Torschütze Joelinton und Bolingoli (v. l.).© apa/Punz Es jubeln: Schaub, Torschütze Joelinton und Bolingoli (v. l.).© apa/Punz

Wien. Rapids 1:0-Sieg über St.Pölten hat Goran Djuricin glücklich, aber nicht wirklich zufrieden gemacht. "Es war von uns eine durchschnittlich gute Partie", meinte der Trainer der Hütteldorfer, nachdem seine Fußballer im Strafraum wieder teilweise fahrlässig agiert hatten. Wegen des leistungsgerechten Sieges überwog aber doch die Freude: "Ich jammere, glaube ich, auf einem hohen Niveau."

Rapid gewann am Samstagabend gegen gut geordnete Gäste das vierte Pflichtspiel in Serie und holte den dritten Sieg in der Meisterschaft nacheinander. Das überdeckte bei Trainer und Mannschaft letztlich alle Bedenken und kritischen Töne. "Drei Punkte sind da, der Rest ist jetzt im Nachhinein unter Anführungszeichen uninteressant", stellte Djuricin klar.


"Gibt Selbstvertrauen"
"Im Grunde genommen war es ein absolut verdienter Sieg. Wir haben genug Chancen gehabt", befand Kapitän Stefan Schwab. Für das langfristige Ziel, sich unter den Top Drei zu etablieren, sei der Erfolg gegen das Schlusslicht eminent wichtig gewesen. "Wir hinken noch hinterher von den Punkten, Salzburg (3:1-Erfolg beim Lask, Anm.) hat wieder gewonnen", wusste der Mittelfeldspieler. "Am Anfang der Saison haben wir die Spiele nur unentschieden gespielt. Das gibt Selbstvertrauen", sagte indes Mario Sonnleitner. Nichtsdestotrotz, dem zweiten 1:0 nacheinander fehlte es an Strahlkraft. Auf Dauer, stellte der Chefcoach klar, dürfe man nicht so auftreten. "Wir wollen halt wirklich die Kugel immer ins Tor tragen. Ich glaube, dass es uns einmal guttun würde, von außerhalb des Sechzehners hinzuschießen", regte Djuricin an. "Wir schaffen es halt nicht, den Sack zuzumachen", konstatierte Schwab. "So haben wir zum Glück einen Tormann hinten drin, der einen Ball dann überragend hält." Ein Verweis auf einen Kopfball von Dominik Hofbauer kurz vor Schluss, den Richard Strebinger abwehrte. Djuricin monierte fehlende Entschlossenheit. "Wir haben Chancen kreiert, wir haben teilweise den Ball gut laufen lassen, aber die Entschlossenheit und der richtige Biss, das hat wirklich gefehlt." Relativ billig wäre es gewesen, in der 74. Minute durch einen höchst fragwürdigen Elfmeter auf 2:0 erhöhen, doch SKN-Goalie Christoph Riegler wehrte den Schuss von Thomas Murg ab. Eigentlich war Schwab als Schütze eingetragen gewesen. "Wenn ein Spieler sich gut fühlt, will den Elfmeter schießen und sagt schon vor dem Spiel, er möchte den Elfmeter schießen, dann brauchen wir nicht herumstreiten", erläuterte der Kapitän.

Positiv sei gewesen, dass ausgerechnet Joelinton, der zuletzt gegen Mattersburg nicht einmal im Kader gewesen war, das Goldtor (41.) erzielte. "So haben wir die erste Aufgabe erfüllt, dass ein Stürmer trifft", betonte Djuricin.

Komplimente hagelte es zudem für St.Pölten. "Man erkennt schon die Handschrift von Oliver Lederer. Sie wollen Fußball spielen", merkte Schwab an. "Sie waren sehr aggressiv", ergänzte Sonnleitner.

"Vor allem die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, lässt uns hoffnungsvoll nach vorne blicken", meinte auch Chefcoach Lederer anerkennend zu seiner Truppe. "Meine Jungs sind viel besser, als sie in der Tabelle dastehen, und hätten heute einen Punkt verdient." Und bei derzeit fünf Punkten Abstand zum Tabellenneunten Mattersburg ist die Situation für Lederer auch keineswegs aussichtslos, vom Relegationsplatz wegzukommen.

tipico-Bundesliga, 11. Runde:

Lask Linz - Salzburg 1:3

Altach - FC Admira 2:2

Rapid Wien - SKN St. Pölten 1:0

WAC - SV Mattersburg 2:2

SK Sturm Graz - Austria Wien3:0




Schlagwörter

Rapid, St. Pölten

Leserkommentare




Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Online-Nutzungsbedingungen an.


captcha Absenden

* Pflichtfelder (E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht)


Dokumenten Information
Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2017-10-15 15:45:05
Letzte Änderung am 2017-10-15 15:57:15


Beliebte Inhalte

Meistgelesen
  1. Thiem steht im St.-Petersburg-Finale
  2. Joshua bleibt Schwergewichts-Champ
  3. Thiem holt sich Sieg in St. Petersburg
  4. Sogar Gold ist möglich
  5. Die Uhr als Gegner, das Team als Partner
Meistkommentiert
  1. WTA fordert Gleichbehandlung von Frauen und Männern
  2. Kipchoge will den Weltrekord
  3. Salzburg gewann Spitzenspiel in St. Pölten

Werbung




Werbung