• vom 28.12.2017, 08:30 Uhr

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  • Das Comeback von Serena Williams wird im Tennis mit Spannung erwartet.

Serena Williams kehrte dem aktiven Tennis vor knapp einem Jahr den Rücken. Nun ist sie wieder da.

Serena Williams kehrte dem aktiven Tennis vor knapp einem Jahr den Rücken. Nun ist sie wieder da.© Paul Crock/afp Serena Williams kehrte dem aktiven Tennis vor knapp einem Jahr den Rücken. Nun ist sie wieder da.© Paul Crock/afp

Abu Dhabi. (art) In den vergangenen Monaten sah man Serena Williams am öftesten dort, wo man Prominente jeglicher Branchen am leichtesten antrifft: auf Social Media im Internet. Serena Williams, wie sie auf Twitter und Instagram Gedanken über und Fotos von ihrer Tochter postet, wie sie sich Tipps von anderen Müttern in Bezug auf Abstillen und Zahnprobleme holt, wie sie sich für ihre Hochzeit schminkt oder besser schminken lässt, vereinzelt mischten sich darunter Beiträge über Frauenrechte, zuletzt aber auch immer wieder auch solche, die sie in Sportkleidung zeigen. In naher Zukunft wird man Serena Williams aber auch wieder auf dem Tennisplatz sehen - im Rahmen des Einladungsturniers in Abu Dhabi bestreitet sie am Samstag einen Schaukampf gegen Jelena Ostapenko.

Das Mubadala Championship markiert seit einigen Jahren den Auftakt zur Tennissaison, bisher war es lediglich den Männern vorbehalten. Auch heuer kämpfen einige deren Besten - Novak Djoković, Dominic Thiem, Kevin Anderson, Pablo Carreño Busta, Roberto Bautista Agut und Andrej Rublew - ab Donnerstag um den Siegerscheck und einen gelungenen Start ins Jahr. Doch mit der erstmaligen Integration eines Damen-Spiels ist den Veranstaltern bei der zehnten Auflage ein Coup gelungen, der das Rahmenprogramm zum Kassenschlager machen könnte. Denn das Comeback von US-Star Williams, nicht einmal vier Monate nach der Geburt ihrer Tochter Alexis Olympia, wird in der Damen-Tennisszene, die im vergangenen Jahr unter der Absenz der Grand-Slam-Rekordsiegerin gelitten hat, mit Spannung erwartet. Auch ihre Gegnerin ist keine Unbekannte: Die Lettin Ostapenko gewann im Vorjahr die French Open, das erste Major-Turnier, bei dem Williams wegen ihrer Schwangerschaft gefehlt hatte. Das Aufeinandertreffen, das erste der beiden, ist gleichsam ein Generationenduell: Als Williams, heute 36 Jahre alt, bei den US Open 1999 zum ersten Mal eine Grand-Slam-Trophäe stemmen durfte, war Ostapenko gerade einmal zwei Jahre alt.


Dazwischen liegen 18 Jahre, von denen der US-Star nur fünf ohne Sieg bei einem der vier wichtigsten Turniere des Jahres beenden musste. Das alleine unterstreicht die Ausnahmestellung der Frau als Los Angeles, die gemeinsam mit ihrer um ein Jahr älteren Schwester Venus im Jänner des vergangenen Jahres bei den Australian Open noch einmal die Zeit zurückdrehen konnte, als die beiden wie Jahre zuvor bei großen Turnieren für einen finalen Sister Act sorgten. Serena gewann - und sorgte kurz darauf mit der Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft für eine Überraschung. Schnell errechneten Hobby-Gynäkologen, dass sie dabei schon schwanger auf dem Platz gestanden war.

Nun kehrt sie zurück, "sehr glücklich", "aufgeregt" und "geehrt", als eine der ersten Frauen an diesem Event, das bisher den Beginn des Tennis-Jahres bei den Herren markiert hatte, teilnehmen zu dürfen. Freilich will sie es nicht dabei belassen: Williams strebt weitere Titel an. Nachdem sie im Vorjahr in Melbourne ihren Grand-Slam-Sieg Nummer 23 gefeiert und damit Steffi Graf in der Allzeitbestenliste seit Beginn der offenen Ära hinter sich gelassen hat, würde sie mit einem weiteren auch mit Margaret Court gleichziehen. Diese hat insgesamt 24 Mal triumphiert - allerdings teilweise vor Beginn des modernen Tennis. Doch schon ihr Comeback ist ein weiterer Meilenstein. Es ist eine Rückkehr auf vertrautes Territorium - und zugleich in ihrer neuen Rolle als Profi und Mutter ein Sprung ins Ungewisse.




Schlagwörter

Tennis, Serena Williams, Abu Dhabi

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Dokument erstellt am 2017-12-27 15:50:05


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