• vom 06.04.2018, 14:09 Uhr

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Formel 1 auf Konfrontationskurs mit den Top-Teams




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    Die Pläne von Chase Carey sind nicht unumstritten.

    Die Pläne von Chase Carey sind nicht unumstritten.

    Sakhir. Die Formel 1 soll ab 2021 einen Sparkurs fahren. Mit einem Kostendeckel und vereinfachter Technik wollen die Chefs die Rennserie fit für die Zukunft machen und für mehr Chancengleichheit sorgen. Mit den Plänen für eine Budgetgrenze gehen die Formel-1-Besitzer von Liberty Media allerdings auf Crashkurs mit den Topteams Ferrari und Mercedes. Denn die Reformpläne, die Geschäftsführer Chase Carey den Teamspitzen am Freitag vor dem Grand Prix von Bahrain vorstellte (Sonntag, 17.10 Uhr MESZ), zielen auf mehr Chancengleichheit und umfassende Einsparungen in der Rennserie. Damit soll der Start für kleinere Teams wieder bezahlbarer und sportlich attraktiver werden.

    Zudem hoffen die Formel-1-Chefs, neue Hersteller wie Porsche anlocken zu können. "Wir sind getrieben von einem Wunsch: die führende Sportmarke der Welt zu erschaffen", wird Carey in einer Mitteilung zitiert. Bis 2020 haben die Formel-1-Eigentümer durch den Grundlagenvertrag mit den Teams nur wenig Spielraum für größere Reformen. Danach aber wollen die US-Besitzer die Probleme im PS-Zirkus beheben. Kernpunkt dabei ist der Ausgabendeckel. Nach Informationen des Fachmagazins "Auto, Motor und Sport" soll die Kostengrenze bei 150 Millionen Dollar liegen, die Fahrer-Gehälter sind allerdings davon ausgenommen. Abspecken müssten vor allem Ferrari, Mercedes und Red Bull. Auch Renault und McLaren liegen derzeit mit ihren Ausgaben noch über der geplanten Grenze.


    Während Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz schon länger einen Sparkurs fordert, fürchten Mercedes und Ferrari um ihren Vorteil. Ferrari-Präsident Sergio Marchionne hatte vorab sogar mit einem Ausstieg gedroht, sollten die Eigentümer der Rennserie auch die Einnahmen anders verteilen und weniger Geld an die Top-Teams ausschütten. Auch die Pläne für einen vereinfachten Motor und mehr Standard-Bauteile missfallen den Herstellern. Die Formel-1-Chefs versichern zwar, dass die Ingenieurskunst weiter ein wichtiger Faktor bleiben soll, der Fahrer aber künftig die wichtigste Rolle spielen werde.




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    Dokument erstellt am 2018-04-06 14:15:02


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