Montreal. Die Statistik der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) weist für das Jahr 2016 weltweit bei beinahe 230.000 ausgewerteten Proben 1.595 Dopingvergehen von Sportlern und Betreuern aus. Das ist der niedrigste Stand in den vergangenen vier Jahren, 2013 waren es 1.953 gewesen, in den Folgejahren 1.693 bzw. 1.929.

Die mit Abstand meisten Fälle wurden 2016 mit 147 in Italien verzeichnet, dahinter folgen Frankreich (86), die USA (76), Australien (75) und Belgien (73). Das 2016 durch den Staatsdopingskandal teilweise von internationalen Wettkämpfen ausgeschlossene Russland rangiert gemeinsam mit Indien (je 69) an der sechsten Stelle. Österreich (8) liegt an der 39. Position.

Die Liste der betroffenen Sportarten wird von der Leichtathletik (205 Fälle) vor Bodybuilding (183), Radsport (165), Gewichtheben (116) und Fußball (79) angeführt. Begangen werden die vor allem bei Wettkämpfen (78 Prozent) aufgedeckten Dopingvergehen mit überwiegender Mehrheit (79 Prozent) von männlichen Athleten. 1.326 der 2016 registrierten Fälle betrafen positive Tests, 269 ergaben sich durch andere Beweise.