• vom 22.07.2018, 12:07 Uhr

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Update: 22.07.2018, 12:12 Uhr

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Raiders nach Triple-Gewinn im Freudentaumel




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Von WZ Online, APA

  • Die beiden Mannschaften stellten einen neuen Punkterekord in der Austrian Bowl auf.

Für die Raiders bedeutete der sechste Meistertitel zugleich das Triple. In dieser Saison hatten die Tiroler zuvor schon die neu geschaffene "League of Champions" und den Sieg in der Central European Football League (CEFL) erobert. - © APAweb, Hans Punz

Für die Raiders bedeutete der sechste Meistertitel zugleich das Triple. In dieser Saison hatten die Tiroler zuvor schon die neu geschaffene "League of Champions" und den Sieg in der Central European Football League (CEFL) erobert. © APAweb, Hans Punz

St. Pölten. In einem denkwürdigen Finalspiel haben die Raiders Tirol am Samstagabend in der St. Pöltner NV-Arena Titelverteidiger Vienna Vikings entthront. Beim 51:48 zugunsten der Innsbrucker wurden mehr Punkte als jemals zuvor in einer Austrian Bowl erzielt. Die bisherige Bestmarke aus dem Jahr 2003 wurde um einen Zähler übertroffen.

Erst 1,4 Sekunden vor dem Ende fiel die Entscheidung per Field Goal, nachdem beide Teams zuvor mit starken Offense-Leistungen brilliert hatten. Der ehemalige Fußball-Profi Thomas Pichlmann verwertete den entscheidenden Kick. Shuan Fatah, der Headcoach des neuen Meisters, war erleichtert, dass seiner Mannschaft die Verlängerung erspart geblieben ist. "Ich hatte bedenken, dass wir in die Overtime müssen."

Dass Pichlmann eine entscheidende Rolle zukommen würde, habe Fatah schon im Vorhinein gewusst. "Im Training letzte Woche habe ich zu Pichlmann gesagt, dass es im Finale auf ihn ankommen wird. In diesen letzten Sekunden haben wir uns angeschaut und zugezwinkert. Wir wussten, was jetzt kommen wird." Der 37-Jährige hatte als Fußball-Stürmer in Österreich und Italien, u.a. bei Hellas Verona, gespielt. Für das A-Nationalteam war er zweimal bei Freundschaftsspielen im Einsatz. 2017 hat Pichlmann das runde Leder gegen das Ellipsoid eingetauscht.

Für die Raiders bedeutete der sechste Meistertitel zugleich das Triple. In dieser Saison hatten die Tiroler zuvor schon die neu geschaffene "League of Champions" und den Sieg in der Central European Football League (CEFL) erobert. "Wir sind unfassbar glücklich, dass wir das schaffen konnten", konstatierte Fatah. Die Titel widme man dem im Mai verstorbenen Swarco-Chef Manfred Swarovski, der ein großer Förderer des Vereins gewesen war.

Vikings-Trainer Cris Calaycay empfand die Austrian Bowl trotz der Niederlage als Werbung für den Sport. "Beide Teams sind top und diese Leistung, dieser Kampf bis zum Ende war ein Wahnsinn. So sollte eine Meisterschaft sein." Der Coach des Rekordmeisters wies dabei auch auf den Amateurstatus der Akteure hin. "Herzliche Gratulation an die Raiders, an mein Team und an alle Spieler, die als Amateure alles geben und derartige Leistungen zeigen."

Anerkennung für die Wiener gab es auch vom neuen Titelträger. "Sie haben eine gute Mannschaft und haben es geschafft, nach den vielen Verletzungen wieder zurückzukommen", sagte Fatah, der ab dem kommenden Wochenende das österreichische Nationalteam in Finnland zum EM-Titel coachen soll. Vorrunden-Gegner der AFBÖ-Auswahl sind Schweden und Dänemark.





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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-07-22 12:10:49
Letzte Änderung am 2018-07-22 12:12:32


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