• vom 02.08.2018, 16:32 Uhr

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Thiem nach Kitz-Aus enttäuscht: "Aber kein Heimkomplex"




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    Kitzbühel. Dominic Thiem muss auch nach seinem 15. ATP-Tour-Event auf heimischem Boden weiter auf den ersehnten Titel vor seinen österreichischen Fans warten. Für den 24-jährigen Niederösterreicher, der am Donnerstag wegen einer leichten Sehnenreizung in der rechten Schulter als Vorsichtsmaßnahme auf ein weiteres Antreten im Doppelbewerb von Kitzbühel verzichtete, kam wie 2016 schon nach dem ersten Match das Aus. "Dass ich das am Ende verliere, ist halt ein Wahnsinn für mich. Deshalb bin ich komplett enttäuscht", sagte Thiem nach seinem Kitzbühel-Abschied.

    Auf der Suche nach den Ursachen drängt sich vordergründig auf, dass sich Thiem generell seit einiger Zeit in Österreich schwertut: In Wien ist er 2014 und 2015 jeweils in Runde eins und in den vergangenen beiden Jahren auch schon in Runde zwei ausgeschieden, in Kitzbühel ist seit dem Semifinale 2015 die Bilanz ebenfalls mager: 2016 Zweitrunden-Aus gegen Jürgen Melzer nach einem Freilos und nach einer Pause im Vorjahr nun die Dreisatz-Niederlage gegen Martin Kližan - allerdings nach einem über weite Strecken hochklassigen Match.


    "Ja, Wien war die letzten zwei Jahre wirklich richtig schlecht. Aber hier war es definitiv nicht schlecht. Das hat jetzt nichts damit zu tun, dass es in Österreich war", sagt Thiem zu einem etwaigen Heimkomplex. Dennoch lastet gerade in Kitzbühel und Wien schon großer Druck auf ihm: Am Mittwoch war das Stadion beim Generali Open mit knapp 6000 Zuschauern gesteckt voll. Auch er selbst erwartet von sich mittlerweile bei jedem Turnier dieser Kategorie den Titel. Und schließlich ist Thiem dieses Jahr erstmals im French-Open-Finale gestanden.

    Dass die hohe Erwartungshaltung an sich selbst eine Rolle spielt, hält Vater Wolfgang Thiem für "wahrscheinlich. Er will natürlich unbedingt gewinnen, wenn er vor eigenem Publikum spielt. Aber das ist eine Herausforderung, die ein Sportler annehmen und der er sich stellen muss."

    Seine nächsten Chancen erhält Thiem nun in Übersee, bei hochwertigen 1000er-Turnieren in Toronto und Cincinnati. Bei den am 27. August beginnenden US Open stand Thiem bei vier Anläufen zuletzt dreimal im Achtelfinale.




    Schlagwörter

    Tennis, Kitzbühel, Dominic Thiem

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    Dokument erstellt am 2018-08-02 16:41:23


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