Kitzbühel. Erstmals seit sechs Jahren möchten Österreichs Tennis-Herren in die Daviscup-Weltgruppe zurückkehren. Nach der Zusage von Dominic Thiem für das Heimspiel im Play-off vom 14.bis 16. September in Graz gegen Australien ist man im österreichischen Tennisverband (ÖTV) frohen Mutes, dass dies auch gelingen kann. Der Vorverkauf für den wichtigsten Länderkampf seit Jahren läuft ausgezeichnet, wie es am Freitag am Rande des ATP-Turniers in Kitzbühel hieß. Dort zog am Freitagnachmittag mit Denis Istomin ein Qualifikant ins Finale der Generali Open ein - der Usbeke besiegte den Chilenen Nicolas Jarry 7:5, 6:7 (4), 6:4. Sein Gegner am Samstag (14 Uhr/ORF eins) wurde nach Redaktionsschluss zwischen Martin Kližan und Jaume Munar ermittelt.

Jürgen Melzer und Philipp Petzschner mussten am Freitagnachmittag hingegen bei den Generali Open in Kitzbühel im Halbfinal-Doppel gegen Daniele Bracciali/Federico Delbonis (ITA/ARG) aufgeben. Das deutsch-österreichische Duo verlor den ersten Satz mit 2:6, beim Stand von 0:3 in Satz zwei wurde das Duell wegen einer Verletzung von Petzschner vorzeitig beendet.

Daviscup-Kapitän Stefan Koubek hat sich indes noch nicht auf sein Team für das Heimspiel in Graz festgelegt und will auch noch die Leistungskurven seiner Kandidaten abwarten. Allerdings kann er wie schon zuletzt fünf Spieler nominieren. "Das Schöne in diesem Team ist, dass man normal reden kann und die sich ziemlich gut auch selbst einschätzen können", meinte Koubek. Neben Thiem bietet sich aktuell Dennis Novak an, zudem sind auch die Doppelspieler Oliver Marach und Alexander Peya ein Thema. Ob der aktuell angeschlagene Gerald Melzer oder sein Bruder Jürgen, der in Moskau mit zwei Punkten maßgeblich zum Überraschungssieg über Russland beigetragen hat, ins Team kommen, ist ebenso offen. Sebastian Ofner hat ebenso noch eine Chance.

Der neue ÖTV-Präsident Werner Klausner freut sich jedenfalls bereits auf ein "riesiges Tennisfest" in Graz.