• vom 05.08.2018, 13:51 Uhr

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Update: 05.08.2018, 18:13 Uhr

Rudern

Dritte EM-Medaille für Magdalena Lobnig




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Von WZ Online, APA

  • Silber im Einer für die Kärnternin, Gold geht an die Schweizerin Jeannine Gmelin.

Magdalena Lobnig bei der Siegerehrung neben Jeannine Gmelin und Diana Dymtschenko.

Magdalena Lobnig bei der Siegerehrung neben Jeannine Gmelin und Diana Dymtschenko.© APAweb, THOMAS BLASCHKE Magdalena Lobnig bei der Siegerehrung neben Jeannine Gmelin und Diana Dymtschenko.© APAweb, THOMAS BLASCHKE

Motherwell. Österreichs Ruder-Ass Magdalena Lobnig hat am Sonntag bei den Ruder-Europameisterschaften bei Motherwell nahe Glasgow die Silbermedaille im olympischen Einer und damit wohl ihr derzeitiges Maximum erreicht. Die Kärntnerin musste sich der heuer weiter unbesiegten Schweizerin Jeannine Gmelin um 1,47 Sekunden geschlagengeben. Es ist Lobnigs dritte EM-Medaille nach Gold (2016) und Silber (2013).

"Diese Medaille ist hoch einzuschätzen in Anbetracht der Umstände, wie es mir in den letzten Wochen gegangen ist. Ich habe eine solide Performance gebracht", äußerte sich Lobnig direkt nach der Siegerehrung gegenüber der APA - Austria Presse Agentur mit dem Ausgang des Rennens äußerst zufrieden. Die WM-Dritte 2017 hatte sich erst unmittelbar vor dem EM-Auftakt von einem Übertraining etwas erholt und überhaupt erst am Mittwoch zum Start entschlossen.

Finaleinzug

Im Vorlauf am Donnerstag hatte sie wie Gmelin als Laufsiegerin den direkten Finaleinzug geschafft und somit zwei Tage zur Erholung und zum Training erhalten. "Das hat geholfen. Da habe ich noch ein bisschen an der Spritzigkeit arbeiten können. Aber man sieht einfach, dass auf der Strecke nicht viel geht. Ich kann mich nicht wirklich auspowern. Das ist so, wie es in Luzern war (Fünfte beim dritten Saison-Weltcup, Anm.) Der Endspurt hat aber gut funktioniert."

Lobnig hatte sich im A-Finale die ersten 500 m mit an der Spitze gehalten, beim Tausender war Diana Dymtschenko aber schon an ihr vorbeigegangen. Bei der 1.500-m-Marke betrug der Rückstand auf die Ukrainerin bereits 1,75 Sekunden, vorneweg Gmelin. Die Positionen schienen bezogen. Im letzten Achtel des Rennens mobilisierte die Völkermarkterin aber noch all ihre Reserven und fing Dymtschenko nach Fotofinish-Entscheid noch um 5/100 Sekunden ab.

"Das war schon überraschend", zollte Lobnig der Ost-Europäerin Respekt. "Aber ich habe gewusst, dass ihr Endspurt nicht der beste ist. Die Jeannine war auch nicht so weit weg." Der Gewinnerin aller drei heurigen Weltcups nahm Lobnig auf dem letzten 500er sogar noch Zeit ab. Der Eidgenossin sogar noch zuzusetzen, war aber bald kein Thema mehr. "Ich habe eigentlich gedacht, dass ich beim Start besser wegkomme, aber ich habe mich nicht wirklich lösen können."

Endspurt

Der gut ausgegangene Endspurt war der Olympia-Sechsten von Rio de Janeiro 2016 sehr wichtig, denn Rang drei wäre für sie suboptimal gewesen. "Ich habe das Maximale für mich herausgeholt. Bronze hätte mir überhaupt nicht gefallen, weil Bronze ist kein Titel", meinte Lobnig lachend. "Vize-Europameisterin ist noch ein Titel irgendwo. Bronzemedaillen habe ich schon genug daheim."

Nun hat sie die allererste Medaille Österreichs bei den Multisport-Europameisterschaften geholt und damit für Rot-Weiß-Rot angeschrieben. "Es ist echt bitter, wenn man auf den 'Medal Table' schaut. Es gibt in jedem Hotel eine Tafel, aber Österreich scheint da nicht auf." Die EM-Medaillen sind übrigens für alle sieben Sportarten (sechs in Schottland, Leichtathletik in Berlin) einheitlich und finden Lobnigs Gefallen. "Die ist echt cool."

 Übertraining

Nun gilt es, die noch leichten Symptome des Übertrainings wegzubekommen. "Ich muss das wieder in den Griff kriegen", machte der Schützling von Coach Kurt Traer klar, wo anzusetzen ist. "Nach dem Vorlauf ist es mir nicht gut gegangen. Da war der Ruhepuls wieder hoch. Aber die letzten zwei Tage hat es sich gebessert. Mir geht es jetzt gut, ich habe mich nicht 'ausgekotzt'. Das brauch ich auch nicht, sonst haut es mich wieder eine Woche zusammen."

Ab Mittwoch hat Lobnig ein Trainingslager am Weißensee geplant, um sich für den letzten und größten Fixpunkt im heurigen Wettkampfkalender zu rüsten - die Weltmeisterschaften vom 10. bis 16. September in Plowdiw in Bulgarien. Dann soll im Idealfall auch Gmelin endlich fällig sein.





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Rudern, Magdalena Lobnig

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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-05 13:53:20
Letzte Änderung am 2018-08-05 18:13:33


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