• vom 07.08.2018, 16:49 Uhr

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Schwimm-EM

"Besser geht’s nicht"




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  • Die Alexandri-Drillingsschwestern können die EM trotz Verpassens der Medaille zufrieden verlassen - und den nächsten Karriereschritt planen.


© afp/Oli Scarff © afp/Oli Scarff

Glasgow. (art) Aus dem Traum, eine Medaille bei den Schwimm-Europameisterschaften in Schottland zu holen, ist nichts geworden, dieses Ziel können Anna-Maria und Eirini Alexandri nun allerdings ruhigen Gewissens für die WM im kommenden Jahr beziehungsweise die Olympischen Spiele in Tokio 2020 in Angriff nehmen.

Denn das, was die zwei Drittel der Alexandri-Drillingsschwestern in Glasgow ins Becken zauberten, zeigte erneut, dass sie zu den Talentiertesten ihrer Branche zählen. Technik, Athletik und Emotionen wurden in der freien Kür des olympischen Duett-Bewerbs, ihrem letzten Auftritt bei dieser EM, mit Rang sieben und 87,1667 Punkten belohnt. Der Sieg ging mit 96,70000 Punkten an Swetlana Kolesnitschenko/Wawara Subotina. Auch Vasiliki Alexandri konnte mit 86,0333 und ebenfalls dem siebenten Platz im Solo-Finale zufrieden sein.


"Besser geht’s nicht. Wir haben bei Großereignissen noch nie so viele Punkte bekommen. Alle Figuren und Elemente waren perfekt", jubelte Eirini. "Eigentlich hätten wir noch mehr Punkte bekommen müssen."

Aller Anfang war schwer
Tatsächlich haben sich die Alexandris schon öfters über zu niedrige Wertungen geärgert - was ihnen teilweise auch von der Konkurrenz bestätigt wurde. Für Rang zwölf bei den Olympischen Spielen 2016 - als mit damals je 18 Jahren jüngstes Duo schafften sie es auf Anhieb ins Finale - gab es etwa viel Trost von anderen Trainern.

Schritt für Schritt, Figur um Figur und Großereignis um Großereignis aber sind die Schwestern auf dem besten Weg, sich auch unter den Richtern einen Namen zu machen - was sich mittelfristig in den Benotungen niederschlagen sollte. Schon jetzt haben die Alexandris für ihr noch junges Alter viel erreicht. Die Entbehrungen ihrer Übersiedlung von ihrer ursprünglichen Heimat Griechenland nach Österreich 2012 und dort ins Trainingszentrum in der Südstadt - auf Anregung der hier arbeitenden Trainerin Albena Mladenowa - haben sich bezahlt gemacht.

Dabei war aller Anfang schwierig. Die Mutter der Schwestern blieb in Griechenland; während des Wartens auf die schließlich 2014 erfolgte Einbürgerung konnten die jungen Schwimmerinnen an keinen internationalen Wettkämpfen teilnehmen. Dann aber ging es Schlag auf Schlag: Bei der Premiere der Europaspiele 2015 in Baku - die von dem schweren Unfall ihrer Teamkollegin Vanessa Sahinovic überschattet waren - holte Anna-Maria im Solo Bronze und im Duett gemeinsam mit Eirini Silber. Nächstes Jahr kann der nächste Schritt auf der Karriereleiter folgen.




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Dokument erstellt am 2018-08-07 16:59:27


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