• vom 08.08.2018, 18:31 Uhr

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Dadic will mit Rekord zur Medaille




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  • Österreichs größte Hoffnungsträgerin bei der Leichtathletik-EM ist zuversichtlich.

Berlin. Mit dreifacher Kraft starten Österreichs Siebenkämpferinnen am Donnerstag in das Unternehmen EM-Medaille in Berlin. Ivona Dadic gilt nach Bronze vor zwei Jahren erneut als Medaillenanwärterin, Verena Preiner und die erst 18-jährige Sarah Lagger wollen aber mehr als nur Rückendeckung geben.

Dadic rechnet damit, für den Erfolgsfall einen österreichischen Rekord zu brauchen. Die von der 24-Jährigen bei der WM vor einem Jahr erneut hochgeschraubte Bestmarke steht bei 6417 Punkten, beim Meeting in Ratingen verpasste sie Mitte Juni diese nur um vier Zähler. "Da das Niveau in Europa wirklich sehr hoch ist, denke ich, dass man 6550 bis 6600 Punkte für eine Medaille brauchen wird. Ich bin mir sicher, dass ich das kann", sagt die Oberösterreicherin. Olympiasiegerin, Weltmeisterin und Topfavoritin Nafissatou Thiam aus Belgien kam bei ihrem Götzis-Sieg heuer bereits auf 6806. Aber um über eine Medaille zu reden, sei es zu früh, sie sei noch weit weg von einem guten Wettkampf und dem 800-Meter-Lauf, sagt Dadic. "Ich weiß, dass ich gut vorbereitet bin und viele Punkte machen kann. Wenn ich meine Leistung abrufe, bin ich sicher eine Kandidatin für eine Medaille."


Weitsprung als Risiko
Gegen die Hitze ist das rot-weiß-rote Team mit Kühlpads, Kühlwesten und Kühlhosen gerüstet, gegen die Konkurrentinnen hilft nur eine starke Leistung. Gut hineinzustarten wäre "angenehm", aber es könne gut anfangen und schlecht enden, oder nicht so optimal anfangen und sehr gut enden, sagt die Hallen-Silbermedaillengewinnerin im Fünfkampf bei der EM 2017 und der WM 2018. "Es ist die erste Freiluft-EM nach Amsterdam. Man macht sich vielleicht ein bisschen Druck, aber ein bisschen Druck ist gar nicht so schlecht." Ihre letzen Trainings in der vergangenen Woche seien alle sehr zufriedenstellend verlaufen. "Es war die beste Trainingswoche des ganzen Jahres. Nachdem es vorher nicht so ganz geklappt hatte, habe ich Gefühl und Selbstvertrauen wieder zurückbekommen", erklärt Dadic.

Das Schicksal von Zehnkampf-Topfavorit Kevin Mayer, der bei der EM mit drei ungültigen Versuchen ausschied, beschäftige auch sie. "Ich schaue, dass der erste Versuch gültig ist und eine Weite hat. Dann kann ich attackieren. Aber wenn der erste ungültig ist, wird es schwierig."

Auf Nummer sicher im ersten Weitsprung-Versuch wird auch Preiner gehen. Als EM-Siebente vor zwei Jahren überraschte sie, in Götzis verbesserte sie heuer mit 6308 ihren persönlichen Rekord. "Das motiviert, wenn man sieht, dass man den Abstand zur Spitze verringert." Damit ist sie auch nicht so weit entfernt von der österreichischen Bestmarke. "Sagen wir so: Ich würde gern die Punkte machen, aber ich glaube, dass die Ivi sicher mehr machen kann." Dass man interne Konkurrenz habe, wirke sich auch darauf aus, dass man international konkurrenzfähig werde. Weitsprung und 800 Meter machen Dadic und Preiner in Linz gemeinsam mit Trainer Wolfgang Adler.

Debüt in der Elite
Da Preiner die Halle ausgelassen hat, ist die EM ihre einzige große Meisterschaft. "Ich will meine beste Leistung zeigen und in Richtung einer Bestleistung kommen. Das ist das Ziel. Dann wird man sehen, was rausschaut." Ihr Belastungs-Asthma und die Hausstaub-Allergie hat sie im Griff, benützt (erlaubte) Sprays und macht Atemübungen.

Jüngste im österreichischen Damenteam ist die 18-jährige Sarah Lagger, seit 2015 hat sie fünf Medaillen bei Nachwuchs-Großereignissen gewonnen. Mitte Juli holte sie bei der U20-WM in Tampere Silber und verbesserte ihren Punktestand auf auch bereits 6225. Danach tourte sie mit der Familie durch Finnland, suchte Campingplätze in der Nähe von diversen Stadien und begab sich dort zum Training. "Das war Urlaub für den Kopf. Aber ich habe trotzdem jeden Tag trainiert." Mit dem Ergebnis bei der U20-WM sei ihre Saison schon richtig gut verlaufen. "Das hier ist eine Draufgabe, das erste Mal bei den Großen dabei sein und reinschnuppern. Ich probiere, mir keinen Druck zu machen und relativ locker in den Wettkampf zu gehen." Verlassen könne sie sich auf ihre Konstanz: "Es ist eine meiner Stärken, dass ich keine schwache Disziplin habe. Ich hoffe, dass ich bei der EM keinen Patzer dabeihabe."




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Dokument erstellt am 2018-08-08 17:32:45


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