• vom 09.08.2018, 16:48 Uhr

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Update: 09.08.2018, 17:03 Uhr

Leichtathletik

"Historischer Erfolg"




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  • Lukas Weißhaidinger jubelt bei Leichtathletik-EM, Ivona Dadic hofft.

Es ist vollbracht: Lukas Weißhaidinger zeigte die Muskeln. - © Reuters/Kai Pfaffenbach

Es ist vollbracht: Lukas Weißhaidinger zeigte die Muskeln. © Reuters/Kai Pfaffenbach

Ivona Dadic.

Ivona Dadic.© Reu/Dalder Ivona Dadic.© Reu/Dalder

Berlin. (apa/art) Noch bevor Siebenkampf-Ass Ivona Dadic am Donnerstag in die Leichtathletik-EM in Berlin eingriff, gab es im heimischen Team in Berlin etwas zu feiern: Lukas Weißhaidinger holte sich Bronze im Diskuswurf, seine 65,14 Meter reichten zu Platz drei hinter dem Litauer Andrius Gudzius mit 68,46 Metern und dem Schweden Daniel Stahl mit 68,23 Metern - und damit zur zehnten Medaille für Österreich in der EM-Geschichte, der dritten bei den Männern beziehungsweise ersten seit Stabhochsprung-Bronze 1990 durch Hermann Fehringer. "Ist eh wieder Zeit geworden", meinte Weißhaidinger, ehe er doch davon sprach, dass ihm "Historisches" gelungen sei, das Lust auf mehr macht: "Wenn du in einem technischen Bewerb, wo die Europa- auch die Weltspitze ist, eine Medaille machst, kannst du auch bei der WM und den Olympischen Spielen eine machen", meinte der 26-Jährige.

Dabei verlief seine EM-Teilnahme nicht ohne Hindernisse. Um die Qualifikation musste er zunächst zittern. Und nach den 63,05 Metern zum Wettkampfbeginn ist Trainer Gregor Högler zwar klar gewesen, dass Weißhaidinger auch bei der Verringerung des Finalfeldes von zwölf auf acht dabei sein werde. Als die Leistungen dann aber von Versuch zu Versuch schwächer wurden, habe der Trainer ihn erst einmal wachrütteln müssen, damit ihm noch der Bronze-Wurf gelang. "Ich bin ehrlich gesagt ein bisserl schärfer geworden", erklärte der ehemalige Speerwerfer, der nun auch als Sportdirektor des österreichischen Verbandes fungiert. "Ich habe das Gefühl gehabt, man muss ihn aufwecken. Er hat es aber sofort angenommen, diesen Kampf. Weil das war ein Zentimeterkampf. Das hat er echt gut gemacht, er ist ein Kämpfer", lobte Högler. "Ich habe gesagt: ‚Komm jetzt, das ist dein Tag heute, das ist deine Chance. Wach auf und reiß jetzt an‘", berichtete er. Für Weißhaidinger genau das Richtige, wie er später zugab: "Danke an Gregor, der mich das ganze Jahr so super vorbereitet hat und auch zum Schluss noch die richtigen Worte gefunden hat", erklärte Weißhaidinger.


In der Südstadt findet er mit Wurffeld und errichteter Infrastruktur - vom Kältebecken bis zur Küche mit dem geliebten Steakbraten - optimale Bedingungen vor. "Balsam für die Seele", sagte der Olympiasechste über die Medaille, denn nach einem starken Start in die Saison hat er sich am Fuß verletzt. "Da verlierst du das Timing und musst dich wieder auf 65 zurückkämpfen. Das haben wir geschafft, daran sieht man, wie gut wir arbeiten und dass mit der Technik noch viel möglich ist. Dass wir mit dem österreichischen Rekord und der Medaille so schnell den Schritt machen, spricht für sich."

Siebenkämpferinnen
starten stark

Eine weitere Medaille könnte am Freitag für Österreichs Team dazukommen. Denn Hoffnungsträgerin Ilona Dadic startete gut in den Siebenkampf und lag nach zwei Disziplinen mit 2030 Punkten als Gesamtsechste ebenso wie Verena Preiner als 15. mit 1930 Zählern über ihrer persönlichen Bestleistung. "Es war ein guter Einstieg in den Mehrkampf", sagte Dadic.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-09 16:56:38
Letzte Änderung am 2018-08-09 17:03:20


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