• vom 10.08.2018, 06:56 Uhr

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Update: 10.08.2018, 21:41 Uhr

Leichtathletik

Ein langes Wochenende




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  • Die Leichtathletik-EM endet mit den Rennen über die langen Distanzen - Dadic verpasst Bronze knapp.

Berlin. Nach Wettkämpfen über sieben Disziplinen fehlten Ivona Dadic im abschließenden 800-Meter-Lauf nur etwas mehr als drei Sekunden auf eine Medaille. Die 24-Jährige stellte bei der Leichtathletik-EM in Berlin neuen österreichischen Rekord mit 6552 Punkten auf, die angestrebte Medaille verpasste sie aber um 50 Punkte. Die Deutsche Carolin Schäfer lief kontrolliert zu Bronze, Gold und Silber gingen mit Abstand an Nafissatou Thiam aus Belgien (6816) und die Britin Katerina Johnson-Thompson (6759).

Bis zum Speerwurf war Dadic auf Bronze-Kurs gelegen, doch wollte es dort mit einer erhofften Weite um die 49 bis 50 Meter nicht klappen. 47,42 waren gegenüber den 53,73 von Schäfer klar zu wenig. "Es ist halt ein Siebenkampf, mit so was muss man rechnen, ich hätte nicht gedacht, dass es beim Speer passiert", sagte Dadic, die sich selbst einen soliden, aber eben keinen wirklich starken Wettkampf attestierte. "Es ist, was es ist, aber etwas schade, wenn man so knapp dran ist."


Abgeschlossen werden die Europameisterschaften am Wochenende vor allem mit Bewerben für lange Distanzen. Nada Ina Pauer gibt am Sonntag über 5000 Meter ihr Debüt bei einer Freiluft-EM, Andreas Vojta tritt am Samstag bei seiner fünften EM erstmals auf einer anderen Distanz als den 1500 Meter an. Qualifiziert über 10.000 und 5000 gab er für Berlin der kürzeren Strecke den Vorzug.

Vojta reiste nach einem Höhentraining nach Berlin. Platz zehn 2012 in Helsinki als seine bisher beste EM-Platzierung will er angreifen. Und auf seine "Erfahrung und Cleverness" zurückgreifen. "Anfangs passiert nichts. Du hast genug Zeit, und nach 3,5 oder 4 Kilometer, wenn die Post abgeht, musst du in der Position mit Kontakt nach vorne sein. Ich hoffe und spekuliere damit, dass ich meine Vergangenheit über 1500 Meter ausspielen kann."

Spätstarterin Pauer
Ganz anders verhält es sich bei Pauer, die sich als Spätstarterin in einer völlig neuen Situation wiederfindet. Sie ist bereits länger in Berlin und verfolgte am Dienstagabend mit, wie ihr deutscher Freund Richard Ringer als Favorit über die 10.000 Meter aufgeben musste. Ringer verhalf Pauer vor vier Jahren wieder zurück in den Sport. Nach guten Leistungen in der Jugend erlitt sie einige Verletzungen und machte eine Auszeit wegen eines Vollzeitjobs. "Es hat ein bisserl gedauert, aber jetzt habe ich es endlich geschafft, auch die internationalen Normen zu laufen", sagte Pauer. "Ich glaube, dass ich mein Potenzial noch nicht ausgeschöpft habe, weil ich die normalen Trainingsjahre noch nicht hatte." An der Uni Konstanz arbeitet sie halbtags, das gehe sich gut mit dem Sport aus.

Im Marathonlauf am Sonntag (10 Uhr) ist Österreich mit vier Läufern vertreten. Bei dem Bewerb geht es für die drei besten eines Landes auch um die Wertung im "European Marathon Cup", aber Peter Herzog, Valentin Pfeil, Christian Steinhammer und Lemawork Ketema peilen jeder freilich auch eine gute Einzelleistung an. Nach einigen Hitzetagen in Berlin dürfte es beim Marathon um 20 Grad habe.




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Copyright © Wiener Zeitung Online 2018
Dokument erstellt am 2018-08-10 17:08:30
Letzte Änderung am 2018-08-10 21:41:26


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