• vom 10.08.2018, 17:08 Uhr

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  • Die Strecke in Spielberg ist wie geschaffen für Ducati - Márquez will dazwischenfunken.

Andrea Dovizioso will seinen Vorjahressieg wiederholen. - © afp/Jure Makovec

Andrea Dovizioso will seinen Vorjahressieg wiederholen. © afp/Jure Makovec

Spielberg. (apa/art) Das erste freie Training für das MotoGP-Rennen am Sonntag (14 Uhr/ServusTV), den Höhepunkt des Motorrad-WM-Gastspiels in Spielberg an diesem Wochenende, bestätigte den Trend der vergangenen beiden Jahre. Seit die Zweirad-WM 2016 nach Österreich zurückgekehrt war, gab es nur Ducati-Siege: Vor zwei Jahren sogar doppelt durch Andrea Iannone und Andrea Dovizioso, im Vorjahr setzte sich schließlich Letzterer nach einem harten Kampf mit Marc Márquez durch.

Am Freitagvormittag waren Dovizioso und sein Teamkollege Jorge Lorenzo unschlagbar gewesen. Weltmeister Marquez fuhr da die viertbeste Zeit. Nachdem es dann am Nachmittag wegen des einsetzenden Regens in der Moto3 zu einem heftigen Unfall gekommen war, ging die MotoGP erst nach einer längeren Abwarte-Pause ins zweite freie Training. Dort waren die Fahrer aber dann auf nasser Strecke um mehr als zehn Sekunden langsamer. Schnellster Mann im Regen war Márquez auf seiner Honda vor dem britischen Aprilia-Fahrer Scott Redding. Italo-Superstar Valentino Rossi muss als Vormittags-Elfter hingegen auf eine trockene Piste am Samstagvormittag hoffen, um sich in der dritten Session noch direkt für das Pole-Qualifying der Top-Ten qualifizieren zu können.


Wetterbesserung in Sicht
Am Freitag-Vormittag hatte der Red Bull Ring zum Auftakt des österreichischen Grand-Prix-Wochenendes, für das über 200.000 Zuschauer erwartet werden, die Fans noch mit ausgezeichnetem Wetter empfangen. Die Bedingungen änderten sich mit dem einsetzenden Regen aber völlig. Das zweite Training der Moto2 ging förmlich bei Hochwasser über die Bühne. In der Moto3 erzielte Österreichs einziger WM-Beitrag, Max Kofler, am Vormittag die starke 18. Zeit. Am Nachmittag blieb dem 17-jährigen KTM-Fahrer aus Oberösterreich aber nur der letzte Platz. Insgesamt beendete Kofler Tag eins als 25. unter 30 Piloten "Die eine perfekte Runde hat nie zusammengepasst", sagte Kofler. "Ich hoffe, am Wochenende ist schönes Wetter."

Das haben zumindest die Meteorologen angesagt. Es soll zwar kühler werden, aber freundlich und trocken bleiben. Damit hat Ducati auch im Rennen einige Vorteile. Die Berg- und Talfahrt ist wie geschaffen für die PS-starken Bikes. Denn die Ducati ist neben der ausgeklügelten Aerodynamik (Winglets) auch deshalb so schnell, weil sie über einen kräftigen Motor verfügt, dessen 16 Ventile mit Desmotromic-Technik gesteuert werden. Allerdings gewann Dovizioso (Spitzname "Desmodovi") zuletzt in Österreich mit nur 0,176 Sekunden Vorsprung auf Márquez und erst nach einem abgewehrten Angriff in der letzten Kurve. Das befeuert auch die Hoffnungen des dank seiner fünf Saisonsiege in der WM klar führenden Weltmeisters auf einen erstmaligen Sieg in Spielberg. Übrigens: In den zwei Jahren 1996 und 1997, als die Zweirad-WM vor der 18-jährigen Pause zuletzt in Spielberg und auf der damals noch A1-Ring heißenden Strecke in der Steiermark gastiert hatte, waren alle sechs Rennen der drei Soloklassen auf Honda-Motorrädern gewonnen worden.

Rossi (ver-)zweifelt
Altstar und Publikumsliebling Rossi rechnet sich indessen auf seiner Yamaha keine Chancen aus. "Wir sind derzeit einfach nicht gut genug", sagte der 39-Jährige. Man brauche Zeit, um die Maschine weiterzuentwickeln, zudem sei Spielberg für ihn keine ideale Strecke. "Im Vorjahr haben wir hier sehr gelitten", erklärte der Italiener, der damals Siebenter geworden war.




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Dokument erstellt am 2018-08-10 17:17:29


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