• vom 27.08.2018, 16:16 Uhr

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Rätselraten bei Mercedes




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  • Ferrari-Star Sebastian Vettel fuhr in Spa allen auf und davon. Halo rettete Charles Leclerc.

Als Erster über die Linie - und danach lange nichts: Sebastian Vettel siegte in Spa souverän.

Als Erster über die Linie - und danach lange nichts: Sebastian Vettel siegte in Spa souverän.© apa/afp/Suki Als Erster über die Linie - und danach lange nichts: Sebastian Vettel siegte in Spa souverän.© apa/afp/Suki

Spa-Francorchamps. Das aktuelle WM-Duell zwischen Sebastian Vettel und Lewis Hamilton bleibt ein Krimi mit vielen Wendungen. Beim Grand Prix von Belgien am Sonntag spielte der Deutsche den Topspeed-Vorteil des Ferraris aus und reist mit viel Schwung zum Ferrari-Heimspiel in einer Woche nach Monza. Mercedes und Titelverteidiger Hamilton, dessen Vorsprung in der Wertung schmolz, blieben in Spa indessen ratlos zurück. "Er hat mich überholt, als wäre ich nicht da gewesen", sagte Hamilton mit Blick auf das letztlich entscheidende Überholmanöver Vettels in der ersten Runde. Auf Platz zwei gestartet, hatte der Deutsche den höheren Top-Speed des Ferraris sofort ausgespielt. Er zog auf der Kemmel-Geraden auf gleiche Höhe - und schon vor der Schikane Les Combes war er vorbei. "Es ist alles nach Plan gelaufen, das Timing ist wesentlich. Ich wusste, dass ich meine Chance bekomme", sagte Vettel.

Dabei war die Situation auf der Rennstrecke zu Beginn nicht gerade übersichtlich gewesen. Unmittelbar nach dem Start hatte erstmals der umstrittene Schutzbügel Halo seinen Wert bewiesen. Der durch einen Bremsfehler von Renault-Fahrer Nico Hülkenberg anschobene McLaren von Fernando Alonso wurde auf den Boliden von Charles Leclerc gehoben. "Ich bin mir sicher, dass Halo Leclerc heute geholfen hat", erklärte Alonso. Der frühere Weltmeister Nico Rosberg twitterte: "Wir können die Halo-Debatte beenden. Er wird Leben retten."


Die Ferrari-Überlegenheit und Vettels Routine ließen den Belgien-Grand-Prix im Anschluss zu einem eher ereignislosen werden. "Einsam durch die Eau Rouge", titelte etwa die "Süddeutsche Zeitung" am Montag. Der vierfache Weltmeister sah dies nach seinem 52. Grand-Prix-Sieg ähnlich, formulierte es aber freilich anders: "Die letzten Runden konnte ich locker cruisen." Indes stellte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene zufrieden fest: "Heute haben wir bewiesen, dass unser Auto stärker ist." Red Bull wiederum blieb wie vor der Sommerpause dritte Kraft. Während Daniel Ricciardo so wie Kimi Räikkönen im Zuge des Hülkenberg-Startcrashs ausschied, fuhr der Niederländer Max Verstappen als Dritter zwar aufs Stockerl, beim Ringen um den Tagessieg konnte er nicht eingreifen. Nach Qualifying-Platz sieben war aber wohl nicht mehr drin, deutete auch Motorsport-Berater Helmut Marko an. Verstappen hatte sich erst an den starken Racing-Point-Force-India-Boliden von Sergio Pérez und Esteban Ocon vorbeikämpfen müssen. "Da haben wir Zeit verloren", so Marko.

In der WM-Wertung wiederum reduzierte Vettel den Rückstand auf Hamilton auf 17 Punkte. Der Schlüssel dafür könnte die dritte Motoren-Ausbaustufe sein, die den Deutschen in Spa vorbei an Hamilton zum Sieg trieb. Mercedes-Teamchef Toto Wolff regierte verschnupft. "Wir sind nicht da, wo wir sein wollen. Ich sehe nicht viel Positives", sagt der Wiener.

Hamilton wirkte ebenfalls konsterniert. "Ich kann nicht immer Wunder vollbringen", erklärte der Brite und nahm sein Team in die Pflicht: "Wir müssen einfach härter arbeiten." Doch im Rennstall fragt man sich, wo Ferrari die zusätzlichen PS gefunden hat. Hamilton spricht sogar von "Tricks" und meint: "Sie haben irgendwas am Auto, das wir nicht haben."

Vettel amüsiert Trick-Vorwurf
Einen Regelbruch will der 33-Jährige der Scuderia aber nicht unterstellen. "Trick ist etwas, das dir zusätzliche Leistung bringt", sagte Hamilton. Spekuliert wird etwa über die Wirkung des von Ferrari verwendeten neuen Spezial-Benzins. Vettel nahm das Geplänkel amüsiert zur Kenntnis. "Das ist Lob von höchster Stelle."




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Dokument erstellt am 2018-08-27 16:26:50


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