• vom 07.09.2018, 21:01 Uhr

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Generationenduell in Flushing Meadows




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  • US-Open: Japanischer Shooting-Star Naomi Osaka (20) fordert im Finale Tennis-Superstar Serena Williams (36).

Strahlende Finalistin: Naomi Osaka.

Strahlende Finalistin: Naomi Osaka.© USA Today Sports Strahlende Finalistin: Naomi Osaka.© USA Today Sports

New York. US-Tennis-Ikone Serena Williams nimmt am Samstag (22Uhr MESZ/ORF-Sport+) einen weiteren Anlauf auf ihren 24.Grand-Slam-Titel. Die 36-Jährige zog am Donnerstag in New York mit einem 6:3,6:0-Erfolg im Halbfinale gegen die Lettin Anastasija Sevastova ähnlich souverän in das Damen-Endspiel der US-Open ein wie die erst 20-jährige Japanerin Naomi Osaka beim 6:2,6:4-Erfolg gegen die Vorjahresfinalistin Madison Keys.

Es kommt in Flushing Meadows also zum Generationen-Duell: Als Williams bei den Australian Open 1998 16-jährig ihr erstes Major-Match gespielt hat, war Osaka drei Monate alt. Mehr als 20 Jahre später steht die Asiatin mit US-amerikanischen Wurzeln und Pass in ihrem ersten Grand-Slam-Finale ihrem Idol gegenüber. "Ich wollte unbedingt gegen Serena spielen", sagte die Weltranglisten-19., nachdem sie tatsächlich alle 13 Breakbälle von Keys abgewehrt hatte.


Die Tochter einer Japanerin und eines Haitianers betrat mit dem Sieg gegen die US-Amerikanerin Neuland, denn noch nie stand eine Tochter Nippons in einem Grand-Slam-Einzelfinale. Ihr Landsmann Kei Nishikori hatte im Herren-Halbfinale in der Nacht auf Samstag gegen den Serben Novak Djoković die Chance, es ihr gleichzutun. Schon zwei japanische Einzel-Halbfinalisten bei einem Major bedeuteten eine noch nie dagewesene Leistung. Schafft Osaka auch den siebenten und letzten Schritt beim letzten Grand-Slam-Event des Jahres, würde sie ihre bisher beste Weltranglistenplatzierung um zehn Ränge verbessern und am Montag bereits auf Platz sieben rangieren. Williams würde auch im Erfolgsfall nicht in die Top-Ten zurückkehren, sondern als Ranking-Elfte in die neue Woche gehen.

Die Olympiasiegerin von 2012 im Einzel sowie von 2000, 2008 und 2012 mit ihrer Schwester Venus im Doppel achtet aber weniger auf ihr Ranking. Mehr Bedeutung hat für sie die Familie mit der einjährigen Olympia und ein wenig der Allzeitrekord an Grand-Slam-Triumphen von Margaret Court. Die Marke der Australierin von 24 Major-Erfolgen kann Williams mit einem Sieg am Samstag einstellen. Wie in Melbourne und Wimbledon hätte sie dann auch in New York sieben Siege, drei sind es in Paris.

23 Titel in 30 Grand-Slam-Endspielen bedeutet eine Erfolgsquote von mehr als 75 Prozent. Allerdings: Drei ihrer sieben Niederlagen auf höchstem Niveau kassierte Williams in ihren vergangenen fünf Matches auf dieser höchstmöglichen Ebene. Und zwar unterlag sie sowohl bei den Australien Open 2016 wie heuer in Wimbledon der Deutschen Angelique Kerber, bei den French Open 2016 hatte sie im Titel-Duell mit der Spanierin Garbiñe Muguruza das Nachsehen. Und: Das bisher einzige Duell der beiden gewann Osaka heuer in der ersten Miami-Runde mit 6:3 und 6:2.




Schlagwörter

Tennis, US-Open, Damen-Endspiel

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Dokument erstellt am 2018-09-07 16:12:01


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