• vom 10.09.2018, 16:18 Uhr

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Die Rückkehr des Novak Djoković




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  • US-Open: Serbe triumphiert in New York, Serena Williams rastet völlig aus.

New York. Der serbische Tennis-Star Novak Djoković hat seinen aktuellen Lauf auch im US-Finale fortgesetzt. Der 6:3, 7:6, 6:3-Erfolg gegen Juan Martín del Potro war sein fünfter Sieg ohne Satzverlust in New York in Folge. Nur in den ersten beiden Runden hatte er einen Satz abgegeben, danach blieb er in 15 Durchgängen en suite unangetastet. Nun schickt sich Djokovic, der zuletzt an Ellbogen-Problemen laborierte und auf Platz 22 der Welt zu finden war, an, die Weltranglistenspitze zurückzukommen. Wie früher thronen Rafael Nadal, Roger Federer und Djoković nun wieder geschlossen an der Spitze. Durch das letzte Major-Turnier des Jahres schob sich die Spitze zusammen, ein packender Kampf um die Nummer eins zum Jahresende ist zu erwarten. Im Punkterennen ist der Djoker am viertplatzierten Federer klar vorbeigezogen und hat als Zweiter nur noch 1035 Zähler Rückstand auf Nadal.

Dabei hatte Djoković am lautesten über die Bedingungen in Flushing Meadows mit Hitzerekorden in den vergangenen beiden Wochen gewettert, letztlich war aber gerade er der "last man standing". Den Verhältnissen im Turnierverlauf zum Trotz wurde das Finale der Herren bei Regen unter dem geschlossene Dach des Arthur-
Ashe-Stadium ausgetragen. Unter anderem Match-entscheidend war das achte, mehr als 20 Minuten dauernde Game des zweiten Satzes, als Del Potro mehrere Chancen auf das Break zum 5:3 und wahrscheinlich auch die Möglichkeit zum Satzausgleich verpasste.


WTA stellt sich hinter Williams
Mit einem Eklat besonderen Ausmaßes hat sich indessen bei den Damen Serena Williams selbst ihrer Chance, den Rekord von Margaret Court mit 24 Tennis-Grand-Slam-Siegen zu egalisieren, beraubt. So kürte sich Naomi Osaka am Samstag in New York zur ersten japanischen Titelträgerin. Die 20-Jährige besiegte den 36-jährigen US-Star im US-Open-Endspiel nach 1:19 Stunden mit 6:2, 6:4 - und wurde noch dazu vom Publikum ausgebuht.

Zuvor war die Situation am Center Court eskaliert. Ausgangspunkt war eine von Schiedsrichter Carlos Ramos ausgesprochene Verwarnung wegen Coachings im zweiten Game des zweiten Satzes. Williams, die sich der Regeln offenbar nicht ganz bewusst war, warf nach einer 3:1-Führung und darauffolgendem Aufschlagverlust ihren Schläger zu Boden. Da das Racket kaputt war, musste der Referee die zweite Verwarnung, die mit einem Punktabzug verbunden war, aussprechen. Williams konnte sich über die aus ihrer Sicht ungerechte Coaching-Verwarnung nicht beruhigen, und beschimpfte beim Seitenwechsel den Referee als "Dieb". Das führte zur dritten Verwarnung samt damit verbundenem Gameverlust zum 3:5. Der Tennis-Star muss nun Geldstrafen in Höhe von 17.000 Dollar zahlen.

Am Sonntag hat sich die Tennisorganisation der Damen (WTA) zu Wort gemeldet und verlangt, Frauen und Männer - Williams hatte Ramos Sexismus vorgeworfen - gleich zu behandeln, wenn sie sich auf dem Platz emotional verhalten. Kritik am Referee äußerte auch Djoković. Demnach habe der Referee den Ausgang des Matches beeinflusst. "Wir alle machen Emotionen durch, besonders wenn Du um eine Grand-Slam-Trophäe kämpfst", meinte der Serbe. Für Osaka ist das alles freilich nur ein schwacher Trost.




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Dokument erstellt am 2018-09-10 16:27:09


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