• vom 11.09.2018, 16:44 Uhr

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Fliegender Wechsel in der Formel 1




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  • Oldie Kimi Räikkönen (Ferrari) und Aufsteiger Charles Leclerc (Sauber) tauschen 2019 ihre Teams. Das bringt Sebastian Vettel unter Druck.

Maranello. (rel/apa) Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Kimi Räikkönen und Charles Leclerc tauschen nach der laufenden Formel-1-Saison ihre Rennställe. Der 38-jährige Finne übernimmt ab 2019 bei Sauber das Cockpit von Charles Leclerc und wird zwei Jahre für die Schweizer fahren. Der aktuelle Sauber-Pilot Leclerc (20) geht künftig für die Scuderia Ferrari an den Start und wird dort neuer Teamkollege von Sebastian Vettel.

Diese Entscheidungen wurden am Dienstag im Minutentakt von der Scuderia Ferrari, Alfa Romeo Sauber und Räikkönen selbst auf verschiedensten Kanälen verkündet. Tatsächlich hatten sich die Anzeichen auf den Fahrer-Wechsel in den letzten Wochen verdichtet, vor den letzten sieben Grand-Prix-Rennen der Saison haben ihn die Verantwortlichen endlich offiziell gemacht und damit ganz im Sinne des früheren Ferrari-Präsidenten Sergio Marchionne gehandelt. Der Ende Juli in Zürich verstorbene Top-Manager hatte sich stets für den Fahrer-Tausch starkgemacht. Es war zuletzt angenommen worden, dass Marchionne die Formalitäten für die Rückkehr Leclercs zu Ferrari als Stammfahrer in der kommenden Saison in einem Vorvertrag fixiert hatte.


Damit ist fix, dass sich der gegen Mercedes-Star Lewis Hamilton um die WM kämpfende Vettel zum Ende dieser Formel-1-Saison von seinem Kumpel Räikkönen verabschieden muss und in Leclerc einen neuen, jungen und hoch motivierten Ferrari-Teamkollegen bekommen wird. Sein Beitrag als Fahrer sowie als Mensch sei fundamental gewesen, würdigte Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene, der als Befürworter Räikkönens galt, dessen Leistungen. "Er hat eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des Teams gespielt und war zugleich immer ein großartiger Teamplayer." Räikkönen werde als ehemaliger Weltmeister der Scuderia immer Teil der Geschichte des Rennstalls und der Ferrari-Familie sein.

Zurück zu den Wurzeln
Für den mittlerweile 38-Jährigen endet ein weiteres Kapitel bei den Italienern. Der Finne fährt seit 2014 für das Traditionsteam, mit dem er 2007 den WM-Titel gewann. Sein damaliger Triumph ist immer noch der bisher letzte Fahrertitel für Ferrari. Von 2007 bis 2009 fuhr Räikkönen erstmals für den Rennstall aus Maranello. Der als "Iceman" bekannte Pilot ist in den kommenden beiden Jahren also wieder bei jenem Team, für das er 2001 sein Debüt gegeben hatte.

Der 20-jährige Leclerc wiederum stammt selbst aus dem Scuderia-Nachwuchsprogramm und empfahl sich heuer mit beachtlichen Leistungen bei Sauber für ein Top-Cockpit. Vettel muss sich damit vom Wohlfühlklima mit Räikkönen verabschieden und sich dem Druck eines ganz jungen Herausforderers stellen. Dessen Motivation ist groß: "Ein Traum wird wahr", so der Formel-2-Sieger von 2017. Den Segen von Sauber-Boss Frederic Vasseur hat er jedenfalls: "Es war uns eine Freude, Charles Leclerc in seinem ersten Jahr in der Formel 1 zu unterstützen. Wir kennen sein Talent und sind überzeugt davon, dass er eine tolle Zukunft vor sich hat", erklärte er.




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Dokument erstellt am 2018-09-11 16:54:03


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