Eliud Kipchoge beim Marathon in London 2018, den er in 2:04:17 für sich entschied. - © Paul Hudson - CC 2.0
Eliud Kipchoge beim Marathon in London 2018, den er in 2:04:17 für sich entschied. - © Paul Hudson - CC 2.0

Eliud Kipchoge hat den Marathon-Weltrekord schon lange in den Beinen - in Berlin will ihn der Keniate am Sonntag im dritten Anlauf nach 2015 und 2017 knacken. "Ich will die Halbmarathonmarke bei 61 Minuten passieren. Der Weltrekord wäre natürlich sehr gut", sagte Kipchoge am Freitag. Den Weltrekord hatte sein Landsmann Dennis Kimetto 2014 in 2:02:57 Stunden ebenfalls in Berlin aufgestellt.

"Ich kann versprechen, dass ich ein gutes Rennen laufe", sagte Kipchoge, der auf ideales Wetter hofft: "Irgendetwas zwischen Sonne und kühl." Aber Top-Form und Super-Wetter allein dürften dafür nicht reichen: Der 33-Jährige muss auch das von vielen erwartete Duell mit seinem drei Jahre älteren Landsmann Wilson Kipsang gewinnen.

Schon neunmal ist Kipchoge unter 2:06 Stunden geblieben, große Sprüche hat er vorher nie geklopft. "Ich denke nur an eine persönliche Bestleistung. Wenn ich 2:03:04 laufe, bin ich zufrieden", sagte der Olympiasieger. Die Vorbereitung auf Berlin sei gut gelaufen, versicherte Kipchoge, der 2016 in Rio de Janeiro Olympia-Gold holte und auch Tokio 2020 im Visier hat.

Die Erwartungen der Veranstalter an den Star sind hoch: 2015 wurde er von den kaputten Innensohlen seiner Laufschuhe gebremst. Im Vorjahr verhinderten Regen, Wind und nasse Straßen eine neue Bestzeit. Bei optimalen Bedingungen wäre der Weltrekord ziemlich sicher gefallen, denn nur 35 Sekunden fehlten Kipchoge zu Kimettos Zeit.