• vom 04.10.2018, 16:30 Uhr

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Der Ball rollt bis Napa Valley




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  • Josef Straka mischt als erster Österreicher bei der amerikanischen PGA-Tour mit. Und schreibt damit Sportgeschichte.

Josef Straka misst sich bei den Safeway Open in Kalifornien mit US-Stars wie Phil Mickelson oder Tiger Woods.

Josef Straka misst sich bei den Safeway Open in Kalifornien mit US-Stars wie Phil Mickelson oder Tiger Woods.© apa/expa/Pucher Josef Straka misst sich bei den Safeway Open in Kalifornien mit US-Stars wie Phil Mickelson oder Tiger Woods.© apa/expa/Pucher

Napa Valley. Das vergangene Wochenende war ein durchaus denkwürdiges - für Österreichs Sportgeschichte im Allgemeinen sowie auch für Josef Straka im Besonderen. Just an dem Tag, an dem Vorbild Tiger Woods beim US-Tourfinale der große Comebacksieg gelungen war, hatte der gebürtige Wiener die Spielberechtigung für eine der begehrtesten Golfkonkurrenzen der Welt gelöst: die amerikanische PGA-Tour.

Den Auftakt bilden für Straka die in der Nacht auf Freitag in Napa eröffneten Safeway Open (nach Redaktionsschluss). Nun ist zwar das Turnier in Kalifornien nicht mega besetzt, aber mit 6,2 Millionen Dollar dotiert und das macht deutlich, in welche Welt der 25-Jährige nun eintaucht. Immerhin ist die PGA-Tour mit über 350 Millionen Dollar Gesamtdotation die bestbezahlte Serie weltweit. Damit ist Österreich, und das ist der sporthistorische Aspekt, in den USA nach Baseball, Football, Eishockey und Basketball nun erstmals auch auf der größten Profigolf-Tour der Welt mit einem Spieler vertreten. Und nicht nur hier: Weil der um eineinhalb Jahre jüngere Matthias Schwab (23) gleichzeitig in Europa eine Einladung zum mit fünf Millionen Dollar dotierten Dunhill Links in St. Andrews erhalten hat, sind die ehemaligen US-Studenten und Freunde seit Donnerstag auf den größten Profi-Touren am Start. "Es ist immer noch ein Wahnsinn und noch nicht ganz gesickert", hatte Straka vor einigen Tagen über seinen bevorstehenden Aufbruch in eine neue Sport-Welt gemeint. Als "Aufsteiger" wird er zwar bis Jahresende nur vier oder fünf Events spielen können. Es sind aber genug, um PGA-Luft zu schnuppern und für 2019 die Kategorie zu verbessern.


Dabei weiß Straka sehr genau, wie dünn die Luft im Profigolf ist. Für den mit 16 Jahren in die USA gewechselten Doppelstaatsbürger lief es auf der Web.com-Tour mit 9 verpassten Cuts so zäh, dass ihm der Absturz in die Drittklassigkeit drohte. Nicht zuletzt dank eines neuen Putters kehrten Selbstvertrauen und Form zurück. Mit dem ersten Karriere-Sieg in Kansas katapultierte er sich im Jahres-Ranking von 130 auf 19, beim Finale in Florida machte er nach einem in Portland vergebenen Matchball den Sack zu und qualifizierte sich mit Platz drei für die PGA-Tour.

2016 hatte der am 1. Mai 1993 in Wien zwei Minuten nach seinem Zwillingsbruder Sam geborene und von klein auf "Sepp" gerufene Josef sein Business-Studium an der University of Georgia beendet. Zuvor hatte Straka noch als Schüler in Wien die Grundzüge des Golfsports bei Claude Grenier im Fontana GC erlernt, schon mit 16 Jahren folgte der Wechsel auf eine Highschool in den USA. Golferische Gastspiele in der alten Heimat gab es dank Einladungen mehrmals bei den Open in Atzenbrugg, 2017 spielte er dort sogar um den Sieg mit.

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Schlagwörter

Golf, PGA-Tour, Josef Straka

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Dokument erstellt am 2018-10-04 16:39:32


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