• vom 08.10.2018, 19:45 Uhr

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Auf Punktejagd in China




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  • Dominic Thiem geht mit geschwellter Brust ins ATP-1000-Masters von Shanghai.


© M. Hirsch © M. Hirsch

Wien/Shanghai. Für Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem geht es diese Woche in die finale Phase seiner bisher mit drei Turniersiegen in Buenos Aires, Lyon und St. Petersburg gespickten Saison. Der French-Open-Finalist und Viertelfinalist bei den US Open möchte in Shanghai wichtige Punkte auf der Jagd nach seiner dritten Teilnahme an den ATP World Tour Finals in London holen. Dabei bekommt es der als Nummer sechs gesetzte Lichtenwörther zum Auftakt mit dem Australier Matthew Ebden zu tun. Gegen den Weltranglisten-51. hat er auf der Tour noch nie gespielt. Ebden besiegte in Runde eins den US-Amerikaner Frances Tiafoe mit 3:6, 6:4, 6:3.

Das Ziel ist klar: Bei seinem vierten Antreten will der 25-Jährige endlich über die zweite Runde hinauskommen. Der starke Aufwärtstrend mit dem Erreichen des US-Open-Viertelfinales samt tollem Fünf-Satz-Kampf gegen Rafael Nadal in Flushing Meadows hat Thiem beflügelt. Nach zwei Siegen beim Davis Cup in Graz hat er in St. Petersburg sein erstes Indoor-Turnier gewonnen. Nun will der Schützling von Coach Günter Bresnik auch wieder einmal in der zweithöchsten Event-Kategorie Punkte holen. Neben Shanghai geht es nach dem Erste Bank Open in Wien auch in Paris-Bercy nochmals um 1000 Zähler für den Sieger.


Doch Thiem hat dieses Jahr abgesehen vom Finale in Madrid eine sehr durchwachsene 1000er-Bilanz: In Indian Wells musste er wegen einer Verletzung in der dritten Runde aufgeben und danach deswegen auch Miami absagen. In Toronto trat er stark verkühlt an, scheiterte nach einem Freilos gleich im Auftaktspiel und musste dann auch für Cincinnati absagen. Eine kluge Entscheidung allerdings im Hinblick auf die danach folgende, gewaltige Steigerung bei den US Open.

Die neun Masters-1000-Turniere (früher als Super 9 bekannt) sind für alle direkt qualifizierten Spieler verpflichtend (Ausnahmen ab gewissem Alter) und kommen auch als fixer Bestandteil in die ATP-Wertung, auch wenn Verletzungen oder andere Gründe ein Antreten verhindern. Darum hat Thiem zwei Mal null Punkte und wegen frühen Ausscheidens drei Mal nur 10 Punkte in seiner Jahreswertung stehen. Mit Abstand am erfolgreichsten hat sich Thiem bei den Masters-1000-Events 2017 und 2018 in Madrid geschlagen, wo er jeweils das Endspiel (600 Punkte) erreichte.

Muster, Djokivić als Vorbilder
Einziger österreichischer Sieger in dieser zweithöchsten Kategorie nach den Grand-Slam-Turnieren ist übrigens Thomas Muster, dem dieses Kunststück insgesamt acht Mal gelang. Der 51-jährige Steirer liegt in der Gesamtwertung damit immer noch auf dem siebenten Rang. Muster gewann je drei Mal in Monte Carlo und Rom und je einmal in Miami und Essen (kein Masters-Turnier mehr). Nadal (33 Titel) führt vor Novak Djoković (31), Roger Federer (27) und Andre Agassi (17) diese Wertung an. Djoković hat mit seinem Titel in Cincinnati in diesem Jahr als erster Spieler das Career Golden Masters geschafft und zumindest ein Mal bei allen neun Events triumphiert.

Triumphieren will in Shanghai jedenfalls auch Thiem und die Gelegenheit genutzt, sich im Doppel warmzuspielen. Gemeinsam mit seinem Partner Robert Lindstedt (Sd) setzte er sich in Runde eins gegen Alex de Minaur/John Millman (beide Aus) 6:4, 7:6 durch.




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Dokument erstellt am 2018-10-08 17:12:36


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