• vom 12.10.2018, 17:07 Uhr

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  • Top-Basketballer Jakob Pöltl hat bei den San Antonio Spurs viel vor.

Jakob Pöltl hat in Texas ein neues Leben begonnen. Die Saison startet kommende Woche.

Jakob Pöltl hat in Texas ein neues Leben begonnen. Die Saison startet kommende Woche.© apa/Pfarrhofer Jakob Pöltl hat in Texas ein neues Leben begonnen. Die Saison startet kommende Woche.© apa/Pfarrhofer

San Antonio. Es ist ein neues Kapitel seiner Profikarriere. Österreichs Basketball-Star Jakob Pöltl startet nächste Woche in seine dritte NBA-Saison, die erste mit den San Antonio Spurs. Der Wiener will beim fünfmaligen Meister eine "tragende Rolle" einnehmen, darf sich sogar Chancen auf einen Platz in der Startformation ausrechnen. Mit einem Anstieg seiner Statistik muss das aber nicht zwingend einhergehen.

"Ich messe meinen Erfolg über die Saison nicht daran, ob mein Punkteschnitt jetzt um drei raufgegangen ist, oder ich zwei Rebounds mehr geholt habe. Darum geht es im Endeffekt nicht", meinte Pöltl. Die Erwartungen an ihn selbst hätten sich durch den Sommertransfer von den Toronto Raptors nach Texas nicht geändert. "Ich will einen positiven Einfluss auf uns als Team haben." Die Vorschusslorbeeren, die Pöltl in San Antonio bisher erhalten hat, sind beträchtlich. Trainer Gregg Popovich, Mitspieler und die Presse lobten seine Spielintelligenz, seinen Einsatz und seine Vielseitigkeit. "Aber das zählt alles nichts, wenn ich es nicht auf dem Platz beweise, dass sie recht haben", sagte Pöltl. "Ich habe das Gefühl, dass ich hier gut hineinpasse und viel Erfolg haben kann. Jetzt muss ich das Ganze auch beweisen."


Ziel ist die Startformation
Durchschnittlich 6,9 Punkte, 4,8 Rebounds und 1,2 Blocks hatte Pöltl in der Vorsaison in 18,6 Minuten pro Spiel erzielt. Dass er nach zwei Jahren in Toronto auch in San Antonio nicht die erste Offensivoption sein wird, weiß der Center, der am Montag seinen 23. Geburtstag feiert. "Es geht um andere Kleinigkeiten, die ich auf dem Feld mache, die uns hoffentlich helfen. Ich versuche da gerade, meine Rolle zu finden."

Die Personalsituation bei den Spurs lässt für die Zukunft hoffen. Der bisherige Stammcenter Pau Gasol ist 38 Jahre alt und hat bereits angedeutet, während der regulären Saison auch mit weniger Spielzeit leben zu können. Österreichs NBA-Export könnte daher - wie zuletzt in der Vorbereitung - über kurz oder lang in die Startformation rutschen. "Grundsätzlich ist die Chance da", meinte Pöltl.

In San Antonio bricht nach den Abschieden von Manu Ginobili (Karriereende) und Tony Parker sowie dem Tausch von Kawhi Leonard mit DeRozan, in den auch Pöltl involviert war, eine neue Ära an. 21-mal in Folge haben die Texaner zuletzt das Play-off erreicht. Gelingt das noch einmal, würden sie den NBA-Rekord der Philadelphia 76ers (1950 bis 1971) einstellen. Die Serie soll auch ohne den verletzten Spielmacher Dejounte Murray (Kreuzbandriss) fortgesetzt werden. "Wir sind logischerweise keine Favoriten", sagte Pöltl über das Rennen um den NBA-Titel. Langfristig müsse eine Meisterschaft aber immer das Ziel sein. "Ob das jetzt in dieser Saison ist oder in der Saison darauf."

Pöltl ist bis Sommer 2020 an die Spurs gebunden. Jahresgage: 2,56 Millionen Euro.




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Dokument erstellt am 2018-10-12 17:18:40


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